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Extrem straffende Hochsteckfrisur

Traum vom 19. Juni 2006

In einem weiten, öffentlich zugänglichen Raum. Ich sitze auf einer Bank, die sich rund um einen Mittelpunkt befindet. Aus diesem Mittelpunkt strebt eine hohe Säule nach oben, vielleicht in den Himmel – ein Lebensbaum ähnlich einem Totempfahl. Rund um diesen zentralen Punkt mit der Bank zieht sich ein flacher gemauerter Rand. Mit Distanz betrachtet, könnte man vielleicht auf die Idee kommen, dass es sich hierbei um eine Art Brunnen handelt. Dies sei aber nur gesagt, um die Szenerie bildhaft darzustellen.

Wie auch immer, an den Mittelpunkt gelehnt sitze ich mit anderen da und lese. Innerhalb des Steinrund: Thor kommt mit einem Motorino von rechts, und braust vor meinen Füßen vorbei. Ich bin in der Lektüre vertieft, hebe meinen Blick erst, als er bereits vorbei ist. Zwar winke ich noch nach, aber womöglich sah er es nicht. Unangenehm, hoffentlich fühlt er sich nicht vernachlässigt.

Bald darauf führt ihn sein Kreisen wieder vor mir vorbei. Auch dieses Mal – ich hatte nicht damit gerechnet – kommt mein winkender Gruß erst, als er schon einige Meter weiter ist. Bald darauf kommt er zu Fuß zurück. Ich freue mich über sein Erscheinen, stehe auf und mache Zeichen, ob er sich zu mir setzen möchte. Nebenbei fällt mir dabei auf, dass ich heute mein grünes Ripp-Shirt trage, mit dem ich mich ganz wohl fühle. Thor winkt ab, als er meine Gesten sieht. Er ist missmutig, weil ich ihm zuvor keine Beachtung schenkte – nun will er nichts mehr mit mir zu tun haben. Irgendwie finde ich es etwas lästig, dass er dieses Mißverständnis gar nicht ausräumen möchte. Kann dann aber die Situation akzeptieren, wie sie ist.

Rechts neben mir auf der Bank sitzen zwei Frauen. Ich gebe ihnen eine Handvoll Kugelschreiber zurück, die sie mir kürzlich geliehen hatten. Die Kugelschreiber haben eine schwarzglänzende Hülle wie aus Lack und die Metallteile – wie beispielsweise der typische Ring in der Mitte – sind sehr zierlich und golden. Es sind ganz geschmackvolle Kugelschreiber. Gerade deshalb lege ich auch Wert darauf, ihnen diese zurückzugeben.

Etwa eine Viertelstunde später, und einige Schritte vom zentralen Ort entfernt. Zwei attraktive, souverän wirkende Männer kommen durch den Raum auf mich zu. Sie sind etwa in meinem Alter, tragen legere Anzüge, die Hemdkragen sind offen. Einer von ihnen sieht Heiner Lauterbach ähnlich. Als sie nur noch wenige Schritte von mir entfernt sind, unterhalten sie sich darüber, dass ich so gar nicht ihrem Frauentyp entspreche. Sie bevorzugen die jungen und natürlich gestylten Schönheiten. Nun ja, ich hatte ja auch gar nicht damit gerechnet, dass sie auf mich zukommen. Was soll das also?

Als der Lauterbach-Typ bemerkt, dass ich nicht nach parfümierten Duschgels rieche, und meine Haare nicht nach Shampoo duften, erzählt er ganz begeistert seinem Begleiter: „Sie duftet einfach nur nach Haut und Haaren!! Wundervoll!“ Sie sind beide ganz hin und weg von dem Geruch und beschließen, mich einmal auszuprobieren.

Gesagt, getan, nur wenige Schritte weiter nehmen sie sich meiner an, und stecken mir eine Hochfrisur. Sie sind schnell und geschickt. Die Frisur – kurz sehe ich mein Spiegelbild eingeblendet – ist elegant und wirkt sehr zart und weiblich. Mit wenigen Handgriffen schiebt einer der Männer zwei Stricknadeln durch die locker zusammengelegten Haare am Hinterkopf. Mit Drehungen um den eigenen Mittelpunkt der Nadeln werden die Haare nun straff gewickelt und zum Hinterkopf gezogen. Die Hebelwirkung ist kräftig, so dass sich inzwischen sogar die Gesichtshaut nach hinten zieht. Es wird immer unangenehmer, an Lächeln oder Sprechen ist gar nicht mehr zu denken, die Haut ist derart straff gezogen, dass jede kleinste Geste schmerzt. So angenehm die Nähe dieser beiden Männer ist, so geht das nicht weiter!!


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