Home » Traumtagebuch » Weihnachten am Sommerabend

Weihnachten am Sommerabend

Traum: Im elterlichen Wohnzimmer aus der Vergangenheit. Wir Kinder sind mit unseren Partnern der Einladung unserer Eltern gefolgt. Liebevoll und fürsorglich haben sie alles vorbereitet. Der Tisch ist mit einem weißen Tafeltuch gedeckt. Gleich daneben – der Raum ist klein – steht das Tischchen mit dem kleinen Weihnachtsbaum vor der Wand. Die Speisen werden aufgetragen.

Wilma sitzt links neben mir, beugt sich hinab, um das Weihnachtsgeschenk für mich aus ihrem Beutel zu nehmen. Sie holt ein Kästchen hervor, legt es auf dem Beutel zu ihren Füßen ab. Durch den klaren Kunststoffdeckel sehe ich ein Paar kleine goldene Ohrringe. Viel größer als die Freude über das Geschenk ist allerdings das unangenehme Gefühl, weil ich keine Geschenke für sie mitgebracht habe. Wilma winkt mit leichter Geste und Stimme ab: „Das können wir doch später nachholen.“ Da gibt es halt zu einer gewöhnlichen Zeit noch mal feierliche Geschenke, beruhigt sie mich. Klar, meinetwegen gerne, aber ein Rest schlechtes Gewissen bleibt.

Vor dem Haus. Lauer Sommerabend, Vollmondenschein-Dunkel, die Sonne ist fast untergegangen. Mein Blick fällt durch das Schutzgitter auf dem Schacht des Kellerlichts. Verwunderung… der Keller ist von sanftem Schein erleuchtet! Die untergehende Sonne lenkt ihre letzten flachen Strahlen durch die Öffnungen im Keller, wodurch die Räume unerwartet von natürlichem Schein erhellt werden. Gerade weil es draußen dunkler ist, fällt dieses Unscheinbare überhaupt erst auf.

Ich gehe die wenigen Schritte zum Weg vor dem Haus. Eine Nachbarin kommt mit ihrem Hund von der Hexenwaldwiese zurück; einem Golden Retriever. Kurz bin ich von Angst erschrocken: ein Hund…! wenn auch ein bekannter… Dieser schaut mich freundlich an, geht weiter seines Weges. Ich entspanne mich. Ein ernster Blick der Nachbarin, und während sie weitergeht spricht sie: „Ich unterhalte mich ein anderes Mal mit Ihnen.“ Ja, vermutlich hätten wir ein paar Worte gewechselt – Smalltalk. Nur, dass ich einen Anspruch darauf stellen könnte, dieser Gedanke kommt mir erst bei dieser Gelegenheit. Eine Situation, in der ich mich nicht wohlfühle.

Verwandte Träume:
Märchenhafter Ort mit weiblich-süßem Duft


Tags: