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Abgespannter Sonnenschirm in altem Krankenhaus

Traum: Soeben treffen Elke Diestel und ich in einer großen Klinik aus der Gründerzeit ein. Sie dehnt sich auf weiter Fläche aus. Die Gänge und Räume sind mit Patienten gefüllt. Es ist so voll, dass ein großer Teil von ihnen auf alten Matratzen auf dem Boden liegt, die Flure von ihnen gesäumt sind. Habseligkeiten liegen in Nischen geborgen, überall alte Wolldecken und frische Laken.

Wir tragen jede eine Tasche mit Waschzeug und dem Notwendigsten bei uns. Zudem trage ich noch einen großen Sonnenschirm mit einem Schirm aus naturfarbener Baumwolle bei mir. Elke und ich beginnen gleich nach dem Eintreten einem Platz für uns zu suchen. Dafür müssen wir eigenständig sorgen, da vom Personal niemand Zeit hat, sich um uns zu kümmern.

Links im Nebengang einen kleinen Pfad entlang, der zwischen zwei Matratzenlagern verbleibt. Eine blässliche Frau und ein ausgemergelter Mann liegen dort und unterhalten sich. Unserem Erscheinen geben sie keine Aufmerksamkeit.

Die Zimmertür am Ende ist offen. Aber hier ist ja auch schon belegt. Elke meint, es sei noch Platz, da sich niemand im Zimmer aufhält. Ich schaue mich um… Interieur wie aus den 60er Jahren – ein Sammelsurium abgestellter Möbel, die niemand mehr gebrauchen möchte. Hier erfüllen sie immerhin noch ihren Dienst. (das Ambiente erinnert an Prag… ach Quark, an Pisa!!) Rechts eine alte Polsterliege. Daneben eine Ablage, auf der Armbanduhr und einige persönliche Kleinigkeiten abgelegt sind. Geradeaus, vor mir eine weitere Pritsche. Es ist offensichtlich, dass diese bereits von jemandem genutzt wird, der nur für einen kurzen Gang das Zimmer verlassen hat.

Ich sage zu Elke, dass hier kein Platz mehr frei ist. Wir gehen hinaus auf den Hauptgang. Elke muss nun gehen, ihre Arbeitszeit beginnt. Wir verabreden, dass ich jetzt allein einen Platz für uns suchen werde. Kurz überlege ich, den Sonnenschirm an dieser Stelle aufzugeben, da mich die Schlepperei in den gefüllten Gängen ein wenig nervt. Dann aber fällt mir ein, dass ich ihn gut als Kennzeichen nutzen kann, wenn ich unsere Lagerstatt gefunden habe, so dass Elke es besser finden kann. Es wird ja eh nicht so einfach sein, später wieder zueinander zu finden, da alles unüberschaubar ist. Ich mache ihr den Vorschlag.

So soll es also sein: Wenn ich einen Platz für uns gefunden habe, stelle ich den (abgespannten) Schirm als Orientierungshilfe dazu.

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Jasmin Tiefensee

Nachtrag vom 25.01.2007:
Gerade erinnere ich mich daran, dass seinerzeit die Reiseleiterin in Prag auch einen großen Schirm hochhielt – allerdings einen Regenschirm – der dazu dienen sollte, die “Schäfchen” bei sich zu halten.

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