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Straße der Sehnsucht wegen Bauarbeiten gesperrt

Traum: In der „Kreisstadt Sehnsucht“ unterwegs. Ich sitze auf der Rückbank des Passats – hinter Mike, der den Wagen lenkt. Sein Seitenfenster ist geöffnet. Der Wind erreicht mich hier hinten kaum. Ich beuge mich vor, möchte Luft zum Atmen!! Mit einem Male wird mir unangenehm bewusst, dass ich hier hinten nie gerne saß, und mir wird auch klar, warum das so ist: das Fenster ist zu weit von mir entfernt, als dass ich das Gefühl hätte, frei atmen zu können. Ich fühle eine Enge am Hals, als schnüre sich mir hier die Luft ab. Panik steigt auf. Ich versuche mich zu entspannen, ruhig und tief zu atmen. Und – du liebe Güte – es ist ja wirklich nicht bedeutsam!

Wir fahren stadtauswärts, am Kreishaus vorbei. Die Straße steigt ein wenig an. Die Sonne vor uns am Himmel. Durch die Straßenkuppe im Vordergrund ähnelt die Szenerie fast einem Sonnenuntergang, obwohl es längst noch nicht so spät ist.

Mitten auf der Straße geht der lahme Mann, gestützt von einem alten Handstock. Im Gegenlicht der Sonne wirkt er fast scherenschnittartig. Seine Hose, voller Straßenstaub, ist viel zu weit für seine dünnen schwachen Beine. Die zu langen Hosenbeine bauschen sich gestaucht um seine Knöchel. Ich sah ihn bereits an anderer Stelle in dieser Stadt. Tagaus, tagein geht er seinen Weg – in seinem Tempo.

Inzwischen haben wir ihn überholt, fahren mit Schwung das kurze, sehr steile Teilstück hinauf. Eigentlich müssten wir hier oben rechts abbiegen, aber wir kommen nicht weiter. Die Straße zeigt sich tief aufgegraben, ist mit einigen Brettern abgesperrt, optisch durch rot-weiße Bänder unterstützt. Mitten vor der Absperrung angebracht, ein rot-weißes rundes Verbotsschild. Dies wäre die Passstrasse, die wir fahren wollten, direkt am Meer entlang. Ich kann das weite Mittelmeer durch die Windschutzscheibe erkennen – kurz nur, viel zu kurz.

Mike setzt den Wagen zurück. Schwierig ist es, den Schwung zu bremsen, der durch das Gefälle entsteht. Gleich unten müssen wir zum Wenden rückwärts nach rechts einscheren, ohne einen Passanten oder den lahmen Mann zu überfahren. Wir kriegen diese Situation gerade so eben in den Griff.

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