Home » Traumtagebuch » Baumarktabteilung in Hotelzimmer

Baumarktabteilung in Hotelzimmer

Traum: In einem Hotelzimmer. Ich sitze an einem Tisch vor einem Fernseher. Mike werkelt hinter und links neben mir herum. Mir gegenüber befindet sich ein gut situiertes Ehepaar. Die Frau sitzt ebenso an einem Tisch vor einem Fernseher. Der Mann steht hinter ihr, schaut über ihre Schulter. Offenbar ist der Fernseher eingeschaltet, und sie sind diesbezüglich gut ausgerüstet. Denn es haftet eine kleine Antennenmatte (drei mal vier Zentimeter) am Fernsehgehäuse. Sie hat eine gummiartige haftende Grundfläche, an deren Oberfläche anthrazitfarbener gerillter Filz aufgebracht ist.

Als der Mann und die Frau ihre Aufmerksamkeit etwas anderem zuwenden, nehme ich diese Antenne und lege sie an den Fernseher vor mir – es legt sich wie magnetisch angezogen auf das Gehäuse. Super, jetzt habe ich auch einen tollen Empfang!

Links von mir ein Bereich wie in der Küchenabteilung eines Baumarkts. Zwei Monteure sind dabei, schwupdiwups die Fronten von Spülmaschinen mit Fliesen bekleben. Deutlich ist die kalkweiße Klebemasse zu erkennen, die sie großzügig auftrugen, denn sie quillt an den Kanten hervor. Mit Spachteln entfernen die Männer geübt und flink alles Überflüssige. Eine tolle Idee, die Möbel auf diese Weise zu verschönern. Das sollten wir uns merken und auch ausprobieren. Ein Gefühl, als eröffneten sich dadurch völlig neue Möglichkeiten!

Die Frau gegenüber möchte wieder Fernseh schauen, und sucht die Antenne. Offenbar hat sie so keinen Empfang. Das hatte ich befürchtet… Meine Hand liegt schützend über der Antennenmatte und ich zeige mich so, als bekäme ich von ihrer Suche nichts mit. Ihr suchender Blick weitet sich nun aber doch auf meinen Bereich aus und schon bald geht ihr Blick zu meiner Hand. Es hilft ja nix… „Suchen Sie dieses hier?“, frage ich, und gebe die Antenne frei. Die Frau bringt sie wieder an ihren Fernseher an. Auf meinem Monitor fehlt nun der Empfang. Nur ein weißes Hintergrundbild – offenbar gekachelt – mit roten Schriftzügen und Logos – zeigt sich. Ein ganz kleiner Bereich auf dem Bildschirm weist noch räumliche Tiefe auf – der Rest ist plan. Das löst schlechte Laune aus und ich sage aufgebracht zu Mike: „Jetzt haben wir keinen Empfang mehr!! So ein Mist!!“

Ich schaue nach links, sehe Mike dort am Boden werkeln. Er baute gerade ein größeres Bett für Moina. Auf die Weise, wie ich es bei einem geschickten Handwerker mal gesehen hatte. Gerade legt Mike die handgearbeitete Bettwäsche – auch einen Schlafsack auf den Boden aus. Alles ist aus rot-weiß-blauen Stoff (Amerika-Farben) genäht und wirkt einladend kuschelig. Wir haben eine lange Reise hinter uns, und es ist sicher schön für Moina, so ein weiches frisches Nest zu bekommen. Es ist so gut… Hinter meiner Stirn hat sich alles geklärt und aufgelöst – ich fühle Entspannung und empfinde eine eher unscheinbare Befreiung.


Tags: