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Die vergessliche Frau

Traum: Ein luftiger Raum mit offener Außentür. Eine Frau sitzt an einem Tisch, blättert einen Prospekt durch und füllt den beiliegenden Bestellschein aus. Sie ist an Vergesslichkeit erkrankt. Deshalb hat sie auch vergessen, dass es in diesem Prospekt nichts Wesentliches zu bekommen gibt. Ebenso hat sie vergessen, dass es viel Geld kostet, alles Mögliche ganz nach Belieben zu bestellen.

Ich setze mich ihr gegenüber. Nehme im Hintergrund eine männliche Wachperson wahr, die unser Tun schweigend registriert. Wortlos nehme ich den Prospekt an mich. Er ist aus allerfeinsten Dünndruckseiten hergestellt (erinnert von der Aufmachung her an das frühere Merkheft von Zweitausendeins), die lose ineinander liegen und in kleinen Buchstaben bedruckt sind. Nebenbei bemerkt: Ich reiße den Papierstapel in der Mitte durch, um die Frau von weiteren Dummheiten abzuhalten. Den zerrissenen Stapel lege ich aufeinander und zerreiße ihn nochmals in der Mitte. Dieses wiederhole ich nochmals, wodurch der Papierstapel sich aber nicht mehr so leicht durchreißen lässt. Meine Aufmerksamkeit ist auf die Reaktion der Frau gerichtet, die sich gar nicht gegen mein Tun zur Wehr setzt. Ich hatte etwas Ärger befürchtet und bin somit angenehm überrascht. Vermutlich wird es auch dann keine weiteren Probleme mit ihr geben, wenn ich ihr gleich den Bestellschein aus den Händen nehme und diesen ebenfalls vernichte.


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