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Wasser mähen

Traum vom 26. August 2009

Einer dieser lauen Sommerabende. Spaziergang im goldenen Licht der tief stehenden Sonne. Ich schiebe unbeschwert meinen Spindelmäher den Gehsteig entlang.

Was allerdings langsam nervt, das ist das kleine Plastiktütchen mit einem Stückchen Putenfleisch, das vor der Spindel befestigt ist. Ich weiß nämlich nicht, wozu das gut sein soll. Warum es nicht einfach abfällt. Außerdem hat es einen Hund angelockt, den ich jetzt nicht mehr loswerde. Immer wieder hechtet er, nach einem Schnuppern, auf das Fleischstück zu, ohne es zu erhaschen. Warum packt er es nicht? Das gibt es doch gar nicht! Ganz klar, es braucht Ablenkung, wenn ich den Hund loswerden will. Im nächsten Augenblick jagt eine kräftige, schwarz-graue Katze eine stattliche Maus direkt vor dem Spindelmäher vorbei. Der Hund erblickt die Maus und nimmt sofort ihre Fährte auf. Supi!! Ich beschleunige meine Schritte, damit ich verschwunden bin, ehe der Hund sich an mein Fleischstückchen erinnert.

Der Gehweg endet, mündet nach links in einen anderen Gehsteig, der eine Allee mit feucht-frischen Baumkronen begleitet. Hier oben – ich habe das Ortsempfinden ‘Heidwende/Worpswede’ – gibt es gut Gras zu mähen. Dicht und saftig stehen die Grashalme. Es macht Spaß, die Halme abzurasieren, zu schauen, wie ein grüner Teppich entsteht. Das Gras ist ziemlich lang und ich befürchte kurz, mein Spindelmäher könnte überfordert sein. Ganz hoch wogt das Gras nun! Aber der Mäher gleitet ganz leicht durch. Als das Gras beiseite fällt ist unerwartet zu sehen, dass ich gar kein Gras mehr mähte, sondern schlammiges Wasser kürzte, woraufhin sich der wasserdurchtränkte Meeressand offenbart. Oh, ich ahnte nichts von dem Meer hier. Einen Augenblick spüre ich den Anflug eines peinlichen Gefühls… dann ist es vorbei. Ich hatte mich halt geirrt. Ich mähe weiter, den Grünstreifen neben dem anderen Gehsteig, im Schatten der Bäume, wo unter anderem Mukono mit einigen anderen Franzosen steht und plaudert.

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