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Spiritueller Kreistanz löst laute Musik in Stille auf

Traum vom 24. Mai 2006: Ein ruhig gelegener Raum vor einem Disco-Saal. Ein junges Paar mit Kleinkind wartet auf den Einlass. Die Musik dringt stressend laut durch Tür und Wände, wird noch immer lauter. Mit dem jungen Mann bin ich einer Meinung: Wir mögen so etwas einfach nicht mehr.

Um die Musik leiser zu machen, öffne ich ein kleines Türchen in der Wand – es ist ähnlich einem kleinen Tresor. Ich nehme ein Bonbon heraus, löse die Papierumwickelung und entnehme zwei halbkugelige Kristalle. So rund aufeinander liegend, stecke ich sie in den Mund. Dabei spüre ich die facettenartige Oberfläche… und beiße bald daran herum. Das ist ganz schön hart, stelle ich gedankenverloren und nebenbei fest. Nur hin und wieder splittert ein hauchdünnes Teilchen ab. Gleichzeitig betreten der Mann und ich den Discosaal.

Der Saal liegt im Halbdunkel. Rechts von der Tür ist eine Frauentanzgruppe aktiv. Unter anderen ist auch Cleo dabei. Die Frauen haben mit einem Kreistanz begonnen, um auf diese Weise die laute Discomusik aufzulösen. Sie sind barfuß, tragen Crinkle-Röcke, meergrüne Shirts, und an den Fesseln afrikanische Glöckchenbänder. Sie halten sich an den Händen, den Oberkörper weit vorgebeugt. Mit stampfenden Schritten tanzen sie auf die Mitte ihres Kreises zu, dehnen sich wieder nach außen, um dann wieder zur Mitte zu tanzen. Dabei singen sie im Wechsel, Mantras, indianische Gesänge und Gospels. Die Bündelung ihrer Energien, der einstimmige monotone Gesang aus dem Bauch heraus wird mehr und mehr raumgreifend. Die Discomusik tritt dabei nach und nach in den Hintergrund. Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Discomusik sich auf diese Weise tatsächlich in Stille auflösen wird.

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