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Erdtrichter

Traum: Das riesige Erdloch ist trichterförmig – äußerlich aus grobkörnigem Sand gebildet, wie von einem Strudel geformt, vierzig Meter Durchmesser an der Erdoberfläche. Die Tiefe… unermesslich. Am Innenrand dieser Erdöffnung führt ein spiralförmiger Weg hinunter, nach innen.

Mit dem Fahrrad mühe ich mich durch den Sand – die Reifen sinken zu sehr ein, als dass ein rasches Vorankommen möglich wäre. Inzwischen bin ich bei etwa fünf Meter Tiefe angelangt. Freya radelt auch hier ins Erdloch hinein, befindet sich nahe der Oberfläche. Auch sie hat Mühe durch den Sand zu radeln. Und auch sie hat ihr Kind auf dem Fahrrad – so wie ich. In diesem Augenblick radeln sie am mir gegenüberliegenden Punkt des Erdlochs, und ich will einen Blick zu ihnen hinüberwerfen – Kontaktaufnahme. Es ist anstrengend, erfordert Konzentration, meinen Blick auf sie zu richten, denn etwas verwehrt mir die freie Sicht. Dieses Etwas mit dunkelgrünem Blattwerk erwächst aus dem Innern der Erde, steigt mitten aus dem empor, steigt über dies hinaus: vermutlich ein Lebensbaum. Durch unser kreisendes Vorankommen kann ich zwischendurch doch noch einen kurzen Blick auf sie erhaschen. Sie schaut zu mir herüber – eine Freundin.

Rand-Notizen:
Interessant an diesem Traum ist, dass sich wieder zwei Personen im Erdloch befinden. Dieses Mal Freya und ich – im Erdloch mit Quellwasser sind es zwei Behinderte. Okay, eigentlich sind wir zu viert; wegen der Kinder. Zwei Mütter, zwei Kinder, zwei behinderte Jungen. Ich lasse das erst einmal so stehen und sacken – mal sehen, ob und was daraus erwächst.

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Mutelle – Kommentare


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