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Grundreinigung im Bauch

Traum: In einer gynäkologischen Fachpraxis – ein nahezu leeres Zimmer. Ich bin schon ein Weilchen hier, und die einleitende Untersuchung hat längst begonnen. Eine Assistentin kümmert sich aufmerksam und liebevoll um mich, während Mike mit besorgtem Blick links neben mir auf einem Stuhl sitzt. Die Assistentin hat mir den ganzen Bauch mit einem Gel eingerieben, das nun zu einem elastischen Film trocknen muss, ehe wir mit den Untersuchungen fortfahren. Ich gleite tastet über den Bauch, es ist kaum noch klebrig. Die Assistentin meint dazu, dass ich vermutlich den Eindruck habe, es sei bereits trocken genug, aber das sei noch längst nicht so weit. Sie rechnet mit etwa 100 Stunden, ehe es weitergehen kann. Oh, so lange! Ich bin ziemlich erschrocken, denn ich kann Moina auf keinen Fall so lange alleine lassen! Mit Nachdruck und aller Entschlossenheit in der Stimme frage ich: „Gibt es denn keine Möglichkeit, um den Vorgang zu verkürzen?“ Ich will es wissen! Lächelnd und an Mike gerichtet sagt sie: „Es ist doch erstaunlich, dass Ihre Frau das fragt! Schließlich kann sie gar nicht wissen, dass es tatsächlich noch eine andere Möglichkeit gibt. Das ist doch irgendwie bewundernswert, wie sie mit ihren Fragen – wenn sie der Not entspringen – genau den Punkt trifft, um an Informationen zu kommen, die in der Öffentlichkeit unbekannt sind.“ Einen Moment lang tut es mir einfach nur gut, dass diese Frau etwas offenbar Bewundernswertes an mir entdeckt hat. Ich will aber mehr über diese andere Möglichkeit erfahren. Mike ist auch damit einverstanden, einen anderen Weg zu gehen. Ich denke, dass meine Eltern sicher für diesen Abend auf Moina aufpassen können – und danach könnte ich mich wieder kümmern. Weiter gleiten meine Finger tastend über den Bauch und ich bemerke, wie flach und leer mein Bauch ist – keinerlei Wölbung ist mehr zu spüren. Der Bauch fühlt sich angenehm an.

Die Assistentin erzählt mir dann von der klinischen Anstalt, in der diese Untersuchung viel zeitsparender vorgenommen wird. Sie sagt, es sei dort so schön, dass ich vermutlich gar nicht mehr fortwolle – das Personal sei dort total nett. Der Ablauf wäre so, dass ich erst einmal einen Chemie-Cocktail bekäme, der für eine schnelle und radikale Auflösung im Bauchinnern sorge. Offenbar ersetzt die chemische Variante die zeitraubende Variante mit dem Gel auf dem Bauch. Nach der Auflösung würde man dann wohl mit Gummischläuchen und einer Curette alles herausholen. Während ich es mir vorstelle, umklammert meine rechte Hand die Armlehne. Nebensächlich nehme ich wahr, dass diese aus ganz weichem Gummi ist – innen hohl. Ich kann diese Armlehne leicht zusammendrücken. Gleichzeitig spüre ich, wie sich meine weiblichen Organe zurückbilden… die Brüste werden kleiner, die Gebärmutter und Eierstöcke bilden sich zurück, werden kleiner, verschwinden fast. Und überall im Blickfeld liegen dünne Gummischläuche und Metallinstrumente. Nein, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, am liebsten in der Anstalt bleiben zu wollen – da könnte das Personal noch so nett sein, denn die Umstände sind einfach zu bedrückend.

Rand-Notiz: Während des Traumes und beim Aufwachen fühlte ich mich mit diesem Traum wohl und aufgehoben. Beim Niederschreiben allerdings wurde ich immer trauriger – ohne es konkret benennen zu können.

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