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Schwimmen am Sonntag

Traum vom 23. August 2009

Beim Aufwachen erinnere ich mich des heutigen Ausschlafsonntags und sinke wieder in Schlaf. Da höre ich die Älteren im Flur – sie sind auf ein paar Tage bei uns zu Besuch. Sie kündigen an, gleich jetzt, noch vor dem Frühstück ins Schwimmbad zu gehen.

Schwimmen?! Ich bin schlagartig wach, springe aus dem Bett, rufe mit noch schlaftrunkener Stimme „Ich will mit!!“, suche den Badeanzug aus dem Stapel frisch gewaschener Wäsche und… wo ist mein Badetuch? Ah da! Ich ziehe es aus dem Stapel und erkenne, es ist Moinas Badelaken. Stimmt ja auch, ich habe gar keines in Türkis. Welche Farbe hatte bloß noch mein Badetuch? Ach ja, es ist pink! Hm, es ist nicht dabei. Der Ältere im Raum nebenan signalisiert Ungeduld. Ich greife das nächste Handtuch, das in meine Finger kommt. Schnell noch an den Rechner, die wichtigsten Traumelemente eintippen. Ich sitze am Küchentisch. Gleich beim ersten Satz geht der Zeigefinger der linken Hand ins Leere… Hm? Na hey, das ‘V’ fehlt! Das ist ja ein Ding. Derlei Probleme mit dem Tastenfeld habe ich doch eigentlich nur bei meinem Notebook? Na, ich werde es einfach mit einem Klick einrasten lassen und schnell weitertippen. Doch so einfach ist es nicht. Denn der Blick auf die Tastatur offenbart, dass sich das ‘V’ nicht so schnell in Ordnung bringen lässt. Zudem sind noch mehr Buchstaben ausgerastet; nämlich einige derer, die ich mit den Fingern der rechten Hand drücke. Ein hektischer Versuch, das in Ordnung zu bringen – ich will die Älteren nicht lange warten lassen. Das muss doch irgendwie und schnell… Da höre ich den Älteren murmeln: „Das dauert so lange, dann fahren wir eben allein.“ Erschrocken rufe ich „Nein!!!“ und lasse alles liegen. Als ich meine Schwimmsachen nehmen will, raunt Mike mir zu: „Du musst die Älteren aber auch mal loben! Noch vor dem Frühstück schwimmen. Am Sonntag. Das ist doch toll.“

Ja klar, aber ich muss noch dringend auf Toilette. Stürze gleich durch die offene Tür… entdecke neben der Toilettenschüssel ein leuchtend gelbes Urinpfützchen. Ah, verstehe… damit hing wohl vorhin die Unruhe zusammen, die mich fast aufwachen ließ. Da ist Moina ein wenig daneben gegangen. Das hätte ich längst beseitigen müssen. Ich höre die Ältere kommen. Sie sollte das nicht unbedingt sehen und ich überlege, schnell die Badematte darüber zu werfen. Allerdings sickerte die gelbe Flüssigkeit schnell durch und es zeichnete sich schnell ein deutlich sichtbarer Fleck durch das weiße Material. Egal, jetzt bin ich erst einmal dran und dann kann ich es immer noch aufwischen. Dann aber endlich zum Schwimmen!

Ich sinke auf das Klosett, will mich gerade entspannen… Mist, der Deckel liegt ja noch drauf! Oha, das wäre ja was gewesen. In der Eile hebe ich nur kurz das Gesäß, greife mit der linken Hand zum Deckel und bewege ihn zum Aufrichten nach hinten.

Nanu, was ist denn das?? Es fehlt mir eindeutig an Kraft im linken Arm, um den Deckel vollständig auszurichten. Ich erinnere mich an die Brustoperation, an die daran anschließende Einschränkung der Beweglichkeit. Aber inzwischen habe ich doch 98% der Beweglichkeit zurückerreicht?!? Und das Kiesern… da wuppe ich doch auch über140 Pounds. So ein lächerlicher Klodeckel… Das gibt’s doch gar nicht! Währenddessen tritt die Ältere ins Bad, unbefangen lächelnd, ein Handtuch über dem Arm… Das wundert mich, dass sie einfach dazu kommt. Ich bin doch kein Kind mehr. Oder pflegten wir diesen offenen Umgang? Mag ja sein, dass mir das gerade entfallen ist. Also, ich lasse mich jetzt nicht aus der Ruhe bringen, kämpfe weiter mit dem Deckel. Da höre ich die Älteren sagen, dass sie jetzt abfahren werden. „Okay, ich komme schon! Ich will mit!!“ Alles egal. Badeanzug her, irgendein Handtuch. Mehr braucht es ja zum Schwimmen nicht!

Aufgewacht und gedacht, ich wäre jetzt im Begriff, direkt aus dem Bett ins Schwimmbad zu wollen.

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