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Irrlicht

Als ich früh am Morgen aufwachte, entfleuchte auch noch der letzte Hauch eines wohltuenden Traums. Vermutlich lag es daran, dass sich mein Kopf übereilt ins Aufwachen mischte und bereits eher aktiv werden wollte, als es der Traumerinnerung zuträglich ist.

Sicherlich vom letzten Traum inspiriert – so fühlte es sich an – wollte sich der Verstand sogleich an den Plan einer baldigen Umsetzung machen. So viel Freude und Schaffensdrang, noch ehe ich richtig in den Tag aufgetaucht war…

Ein Gefühl, als würde der helle Verstand den Nebel der Träume in wenigen Sekunden aufbrechen und auflösen. Aber klarer sehe ich jetzt nicht – das ist wohl der Unterschied zu dem Morgennebel, der sich draußen ebenfalls gelichtet hat.

Na gut, anstelle eines Traumes, bringe ich heute Pläne aus der Nacht mit. Nicht direkt, aber immerhin aus dem Keim der verlorenen Träume geboren – da bin ich sicher.

Der Verstand fragt nach dem Sinn des Ganzen. Ich habe noch keine Antwort darauf. Aber warum auch alle Fragen beantworten. Die Suche nach der Antwort hielte mich ja eh nur vom Tun ab.

Pläne, Pläne, Pläne… sollte es nun etwa so sein, dass ich mir nicht merken konnte, worum es inhaltlich bei diesen Plänen ging? Träumte ich etwa das Aufwachen und die fehlende Traumerinnerung ebenso, wie auch die Pläne, die ich dann machte? War mein heller Kopf nur ein Irrlicht?

Okay, an eines erinnere ich mich aber doch: Ich will dieser Kladde noch einen Untertitel geben. Wie wäre es mit 100% verwirrte Traumwolle…


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