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Des Wiesels Kerne

Traum vom 20. August 2009

Rainer L. Ist da. Auch heute hat er noch keine Freundin; auch heute möchte ich es nicht sein. Aber ich würde mit ihm Schwimmen gehen!

Links von mir das Schwimmbecken aus Edelstahl. Links von mir auch Rainer L. Er hat ein kleines Wiesel mitgebracht. Es sitzt vor mir am Boden, stibitzt sich gerade etwas zum Futtern aus zwei Frühstücksbeuteln: Fruchtfleisch, Saft und Kernchen von Tomaten und Weintrauben. Lecker saftig mmhh – ich meine fast, ein leises Schmatzen zu vernehmen. Als sich die Zimmertür an meiner rechten Seite öffnet, verschwindet das Wiesel schnell durch diese; hinterlässt eine Saft- und Kernchenspur. Solch eine Kleckerei hatte ich befürchtet. Mit resigniertem Aufseufzen und einem Kopfschütteln blicke ich auf die Saftspur.

Dann das Klassentreffen. Rolf Mahler ist schon etwas länger anwesend, möchte nun kurz zu Freunden und fragt Mike, ob er ihn dort hinfahren würde. Rolf gefielen nämlich die türkisblauen Griffe am Besteck so gut, dass er diese unbedingt seinen Freunden zeigen möchte.

„Ach bitte, darf ich die Fahrt machen?“ frage ich Mike und hoffe sehrsehr, dass er zustimmt. Mal rauskommen hier! Was anderes sehen! Toll, Mike ist einverstanden. Was ziehe ich bloß für diese Fahrt an? Ein Blick auf meine Füße… die Schuhspitze meiner braunen Cowboystiefel ist sehr ausgeprägt und ich fürchte, sie könnte mich während der Autofahrt beim Wechseln der Pedale behindern oder gar an der Verkleidung hängenbleiben. Dann stelle ich fest, dass ich versehentlich meine schwarze Cargohose angezogen haben, die mir viel zu weit geworden ist. Dazu eine schwarze Winterjacke – ebenfalls unförmig in ihrer Weite und viel zu warm! Mit einem Male trage ich eine passende Hose aus sommerlich leichtem Stoff in einem besonders freundlichen Olivton. Ganz nett, aber mir gefällt die 7/8 Länge nicht. Mir wäre eine lange Hose lieber, da es angezogener aussähe. Aber immerhin, sie passt und viel Zeit habe ich jetzt auch nicht mehr.

Ich gehe zu Rolf, lege mit ein paar kumpelhaften Worten und herzhaftem Griff meine Arm um seine Taille. Junge, was hat er für ein breites Kreuz?! Nanu! Nanu?

Noch mal kurz zur Toilette. Dort sitzend, bekomme ich eine Unterhaltung zwischen Rolf und einer Schulkameradin mit. Rolf sucht den Namen einer bestimmten Klassenkameradin: „Vera? Nein… Vas… Vas… hmm… nein… V…“ „Veronika!!“ rufe ich nach kurzem Überlegen hinüber. Mist, wieder zu spontan! Eigentlich wollte ich das nicht mehr tun, mich ungebeten in Gespräche einmischen, an denen ich nicht beteiligt bin. Schon gar nicht aus einem Raum nebenan hinüberbrüllend. Und schon gar nicht, wenn ich gerade auf der Toilette sitze!! Mist Mist, wieder zu spät! Glücklicherweise reagiert Rolf unerwartet erfreut und dankbar auf meinen Hinweis und signalisiert: BINGO!

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