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Heimliche Aufnahmen

Traum vom 19. August 2009Karlstein

Frankfurt – Innenstadt. Bereits seit geraumer Zeit macht eine Roma – die mir vor sechs Jahren aus der Hand lesen wollte – Fotos von mir, ohne dass ich es je bemerkt hätte. Es sind also Aufnahmen von mir, die mich völlig unverstellt zeigen, da ich mich unbeobachtet fühlte. Heute nun bietet sie mir diese völlig unaufdringlich zum Kauf an.

Erste Reaktion: Ich ärgere mich darüber, dass sie ohne meine Zustimmung Fotos von mir machte und auch weiterhin machen wird. Ich spreche sie darauf an: „Mit welchem Recht machen sie diese Aufnahmen? Finden sie das in Ordnung?“ Sie überlegt, sagt aber nichts. Meine Überlegungen weiten sich aus: Die Fotos zeigen mich zwar in vermeintlich unbeobachteten Situationen, können also als recht intim bezeichnet werden. Dennoch zeichnet diese Bilder eines aus: sie wurden mit Respekt und Wertschätzung aufgenommen. Zumindest erkläre ich mir so, dass keines der Bilder mich so zeigt, dass ich mich schämen müsste. Keines der Bilder hinterlässt ein peinliches Gefühl. Mit einem Male tief berührt und mir des ungewöhnlichen Geschenks bewusst werdend, fasse ich die Roma in mein Herz und sage mit erwachender Liebe: „Es sind Bilder von mir, die es ohne sie gar nicht gäbe… Eine wertvolle Ergänzung also.“

Da sie mir den Kauf der Bilder nicht aufdrängt, mir diese Möglichkeit aber freundlich offen lässt, und da sie diese Aufnahmen ohne finanzielles Interesse macht, lösen sich meine Vorbehalte auf. Sie wird mir in ihrer stillen und unaufdringlichen Art immer sympathischer.

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