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Andächtiger Ort am Teelicht-Baum

Traum vom 13. Dezember 2009

Seit einigen Tagen lebe ich in meiner neuen Wohnung in einer kleinen Holzhaussiedlung – die Häuser ähnlich wie „Am Hörenberg“. Es ist ein trüb-grauer, fast herbstlicher Dezembermorgen, als ich in Begleitung einer unbekannten Frau das der Siedlung angrenzende Hügelchen erkunde. Wir haben die Kuppe überschritten und gelangen an einen alten Baum. Sein Stamm erstreckt sich hoch, ehe die Baumkrone ihre Äste ausbreitet. Direkt vor dem Baum eine „Glatze“ im Gras, die vermuten lässt, dass an diesem Ort immer wieder Menschen stehen bleiben. Ich hocke mich hin, um es zu ergründen und entdecke dabei einen Teelichthalter aus schwarzem Blech, der etwa dreißig Zentimeter über dem Erdboden im Baumstamm steckt. Zwei Arme, die Teelichte halten können. Anfangs denke ich, das Teil sei von Menschenhand am Stamm angebracht worden. Es sieht aber so aus, als wachse der Teelichthalter direkt aus dem Stamm, ohne dass es den Eindruck macht, das Blechteil sei vom Stamm umwachsen worden – es wirkt so natürlich, als strecke der Baum selbst diesen Teelichthalter entgegen. Das ist wunderbar! Wie ich mich über diese Entdeckung freue! Das ist toll, und ich will es bald auch tun: Mit Einbruch der Dunkelheit mit zwei Teelichtern zur Andacht herkommen, die Lichter in die Mulden setzen, still verweilen und nachdenken. Ein Blick nach links lässt eine Terrasse am Fuße des Hügelchens sehen. Vermutlich nutzen die Bewohner dort unten dieses Plätzchen am Baum häufiger. Doch meine Begleiterin meint zu meiner Überlegung: „Vielleicht… Nicht unbedingt.“ Nun ja, zu dieser Jahreszeit ist es sicherlich etwas kühl für einen längeren Aufenthalt, aber die beiden Lichter spenden ja ein wenig Wärme.

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