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Äquinoktium

Traum vom 15. Dezember 2009

Im Begriff aufzuwachen… Wie von oben kommend – mit einem Nachdruck, als solle ich es unbedingt noch vor dem Aufwachen sehen – senkt sich ein Bild vor mein Blickfeld: Der junge Mann, ein technischer Zeichner, wie ich vermute, stellt mit einer schnellen Bewegung seinen Bleistift, mit der Spitze nach oben, auf das Zeichenbrett. Am anderen Ende des Stiftes ist eine Art Lineal befestigt, das der Mann zielstrebig auf den Punkt setzt. Rund um den Stift bildet sich ein wie mit Bleistift gemalter Schatten auf dem Papier – Neumond. Eingebettet ist dieser kreisrunde Schatten in ein Kurvendiagramm, das symbolisch für die Tagundnachtgleiche steht. Ein länger zurückliegender Traum und ‘Biorhythmus’ kommen in den Sinn und gehen wieder. Dieser erste Ansatz diente nur der Demonstration, wie sich ein solches Arbeiten darstellen kann. Er nimmt den Stift samt angestecktem Zeichengerät fort und bringt ihn erneut auf den Punkt des Kurvendiagramms. Dieses Mal gibt es keinen einheitlichen Schatten. Vielleicht ist es eine bestimmte Linse, die dafür sorgt, dass Licht und Schatten sich strahlenförmig um den Stift ausbreiten – erinnert an ein Histogramm nach einer Farbwertkorrektur. Zwar hat dieser gestreute Schatten einen größeren Radius als der Vollschatten; vielleicht ein Nachteil, der aber dadurch wettgemacht wird, dass das Licht nun bis zum Zentrum fällt. Während ich noch überlege, welchen Einfluss diese und jene Variante auf die Bewusstheit eines Menschen hat, wie es sich im Erleben darstellen könnte und wie groß der Zugewinn an persönlicher Freiheit beim zweiten Beispiel sein könnte, steige ich langsam in den Wachzustand.

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