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Quietschende Schamlippen

Traum vom 30. Juli 2009

Nah über dem Radweg treibend, auf einem eigenständigen Sattel nah am Boden sitzend, und in Pedalen tretend, die von nichts gehalten werden, treibe ich uns voran. Ich halte meine Großmutter in den Armen. Sie sitzt auf meinem Schoß, ihren Kopf an meine Herzseite gelehnt. Ich will sie in Richtung Nibelungenallee bringen. Während ich trete, rutscht mein schmaler Rock – aus edlem, hellem Sommergarn, mit Seide gefüttert – hoch und entblößt Intimes. Ich trage keine Unterwäsche. Großmutter bemerkt dies und fragt: „Ist das nicht zu freizügig?“
„Aber ja!“ bestätige ich.
Na klar. Ich höre auch, dass meine feuchten Schamlippen, die durch die Antriebsbewegung auf dem Sattel hin und her reiben, ein leises Quietschen verursachen. Es ist eine natürliche Angelegenheit, derer ich mich nicht schäme. Ich muss das alles nicht verstecken.

Außerdem geht es mir gerade um anderes. Ich habe schlechte Laune und sage zu Großmutter: „Und? Wie komme ich gleich wieder zurück?“
Sie wollte unbedingt, dass ich sie dahin bringe! Und weil ich sie tragen muss, konnte ich mein Fahrrad nicht mitnehmen, mit dem ich schnell hätte heimfahren können. Aber das war ihr ja alles egal. Ich bringe sie an den gewünschten Ort und kehre um, fahre heim.

Marbachweg in etwa. Noch auf der Straße greife ich mit einer ungestümen Bewegung einen quadratischen Flakon mit Armani-Duft aus der Tasche, schraube den leuchtend roten Desperate-Housewives-Kugelverschluss ab und schütte den Duft verschwenderisch auf meine Handgelenke. So ein Blödsinn, denke ich mir. Wo ich doch eh gleich ins Haus gehe und niemand dort den Duft bemerken kann. Kurz vor Erreichen der Haustür ein Passant in meiner Nähe. Ein Franzose. Er ruft mir überzeugt nach: „Das riecht aber gut!“
„Finde ich auch!“ trällere ich beschwingt zurück. Und wie ich so meine Stimme in der Kehle spüre, fühle ich, dass gerade eine Menge Wut im Bauch ist und aufsteigt.

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