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Wohnraumveränderungen

Traum vom 30. Juli 2009

Alles begann damit, dass ich während der Abwesenheit eines guten Bekannten, seine Wohnräume durchquere, um auf seine Loggia zu gelangen. Dort schaue ich verträumt in das Abendlicht und genieße das mild fächelnde, warme Lüftchen. Kaum eine Minute später kehrt mein Bekannter zurück und betritt den Wohnraum. Da ich direkt vor der Balkontür stehe und von der Innenbeleuchtung angestrahlt werde, wird er mich sicher sehen. Offenbar findet er das aber total fehl am Platz, dass ich während seiner Abwesenheit durch seine Privaträume streife, dass er mich aus Ärger ignoriert. Okay, dann spiele ich das mal mit, und tue so, als habe ich sein Kommen nicht bemerkt. Bleibe aber demonstrativ im sichtbaren Bereich vor der Tür stehen. Daraufhin zieht er verärgert die Vorhänge vor die Tür. Hm. Okay. So ist das allerdings langweilig. Ich überlege, gleich ganz selbstverständlich einzutreten und Hallo zu sagen, ehe ich dann gehe.

Ja, und dann:
Bisher waren wir mit unserer Mietwohnung zufrieden. Seit einigen Wochen bereits nutzen wir die ehemaligen Geschäfts – und Lagerräume der Elektronikfirma als Wohnraum. Ich hatte ein geräumiges Arbeitszimmer, wo ich in Ruhe arbeiten und mich ausbreiten konnte. Na gut, im Schlafraum langen manchmal Klamotten neben dem Bettlager. Sie waren aus dem Schrank genommen, aber dann doch nicht angezogen worden. Insgesamt hatten wir es bisher aber angenehm ordentlich.

Wie auch immer, das alles ist jetzt vorbei. Die Leiterin dieser Einrichtung teilte mir nämlich gerade mit, dass uns nicht mehr alle Räume zur Verfügung gestellt werden. Oha, jetzt wird es eng! Wir wohnten ja nicht nur in diesen Räumen, sondern hatten sie auch genutzt, um all unser Hab und Gut zu lagern. Wenn wir all dies nun in die noch verbliebenen Räume stellen, überfüllen wir sie gnadenlos. Mir ist ganz weinerlich zumute, als ich Mike davon erzähle. Dann noch die Vorstellung, inmitten all der Kartons und Schachteln arbeiten zu müssen; auf dem Boden sitzend, das Notebook auf den Beinen. Kein Platz für einen Schreibtisch! Furchtbar! Oje, und was soll nur aus all den Sachen werden, die an der Garderobe vor der Wohnungstür hängen? Es ist eine riesige Garderobe, wie in einem Theater! Ich habe ganz vergessen, dass hier gar keine Veränderung notwendig wird.

Bei der nächsten Gelegenheit frage ich die Leiterin, ob wir als Ausgleich eine geringere Miete zu zahlen haben, da uns ein beträchtlicher Teil nicht mehr zur Verfügung steht. Sie gibt darauf keine Antwort! Verzweiflung. Was soll nur werden? Schlimme Zustände.

Draußen; später Sommerabend in der Stadt. Warm. Alles liegt ruhig. Auf dem Gehsteig treffe ich zwei Männer, die dabei sind, in eine andere Wohnung umzuziehen. Es ist fast alles getan, nur noch ein paar kleinere Möbelstücke müssen dorthin bewegt werden. Einer dieser Männer ist so freundlich und hebt zwei Gitterteile auf, die auf dem Weg liegen. Diese wollte ich gerade aufheben, da sie zu mir gehören und ich sie in die neue Wohnung tragen möchte. Wir greifen gleichzeitig zu. Ich sage zum Mann: „Kein Problem, ich habe sonst nichts zu tragen!“ Doch der Mann lächelt mir freundlich zu und macht eine Geste, die mir bedeuten soll: Lassen Sie mich machen, es ist okay!

In der Wohnung angekommen. Der Mann schaut mich besorgt an und sagt: „Unter diesen Umständen ist es doch gut, dass Du in die Hugo-Boll-Straße umgezogen bist.“
„Nein, nein“ korrigiere ich „soweit ist es noch nicht!“ Hugo-Boll-Straße… den Namen höre ich zum ersten Mal. Von einer Wohnung dort weiß ich noch nicht einmal etwas. Sonderbar, wie er wohl darauf kommt? Ich verleihe dann meiner Hoffnung Ausdruck, dass die Miete der aktuellen Wohnfläche angepasst wird.

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