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Fahrbahnarbeiten – Fertigstellung 12/2009

Traum vom 18. Dezember 2009

Am frühen Morgen, das Dunkel der Nacht steht wie Rußstaub in der Atmosphäre. Die breite Straße – eine ganz eigene, nicht wirklich mit der Route 66 vergleichbar – ist fertig; teilt sich an meinem Standpunkt an einer Verkehrsinsel. Schwarz das Asphaltband mit noch unbefestigten Rändern, ohne Markierungen oder Beschilderung – verliert sich am Horizont… wer weiß. Sie ist fertig! Fertig!! Diese Baustelle gab es seit unzähligen Jahren, so aufwändig und weiträumig waren die Bauarbeiten. Fast möchte ich meinen, ein Lebenswerk kurz vor der Fertigstellung. Die Baumarbeiter, die nun mit Aufräum- und Säuberungsarbeiten beschäftigt sind, strahlen ein solches Wohlwollen und Freundlichkeit aus, dass ich mich an diesem an sich unwohnlichen Ort doch aufgehoben und angenommen fühle. Auf der Verkehrsinsel wurden einige Klappkisten zusammengefaltet aneinander gereiht. Die Farbe der Kisten – Rot, Grün und Blau – ist von einem Dunkel wie von Altöl überzogen; dämpft nicht nur die Farbe der Kisten, sondern alles rundum ist von diesem Arbeitsstaub getrübt. Andere Arbeitsgegenstände werden mit Hilfe eines Gabelstapler in einen großen Schrank am rechten Straßenrand verstaut. Die Türen stehen offen… Amy steht dort, rechts neben mir, vor einer Arbeitsplatte. Vor sich so etwas in der Art wie ein kleiner Schokobrunnen, der dazu dient, die Schokolade zu erwärmen, um daraus einen Kakao für ihr Baby zu bereiten. Es gibt eine Veränderung: das Baby bekommt seine letzte Mahlzeit nun um 20 Uhr, statt um 22 Uhr wie bisher. „Das ist eine kluge Entscheidung!“ sage ich zu ihr. Es war ernst gemeint, doch sie vermutet eine ironischen Unterton. „Nein, wirklich! Auf diese Weise wird für alle Beteiligten mehr Ruhe einkehren!“ Nun, die Schokolade in der Milch… das steht auf einem anderen Blatt; es wäre wohl besser, die Schokolade zu streichen.

Dann am Küchentisch der Älteren. Ich sitze mit Blick zu Kalender und Küchenuhr. Rechts von mir die Kirsche. Nun sitzen wir also doch wieder zusammen. Irgendwie war mir die ganze Zeit so, als sei die Angelegenheit noch nicht zu den Akten gelegt. Offenbar haben wir uns inzwischen wieder versöhnt, oder sind im Begriff, dies zu tun. Sie lacht nämlich und meint: „Es war so arg, dass ich keinen Anruf wagte!“ Wir lachen zusammen darüber. Na, da hatte ich mir wirklich ein ungehöriges Ding erlaubt. Dennoch mag ich mich nicht wirklich auf sie einlassen. Schließlich hatte ich mich dafür entschieden, dass endgültig Schluss mit dieser Sache ist. Gäbe ich nun nach, so wäre das an sich nicht schlimm, nur fände ich mich daraufhin in einer alten Situation wieder, die ich mir eben nicht mehr zumuten will.

Carl ist inzwischen hinzugekommen. Ich will ihm gleich die Fußnägel frisieren. Doch ehe ich damit beginnen kann, stellt sich eine Friseuse hinter mir. Den linken Haarschopf hat sie mir zu einem Zopf geflochten, dabei aber die direkt am Kopf liegenden Haare ausgespart. Sicherlich sieht das bescheuert aus. Die rechte Seite soll auch noch geflochten werden. Okay, dann fallen mir die Haare nicht so ins Gesicht. Watt’n Quatsch alles.

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