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Misstrauen im Rücken

Traum vom 20. Dezember 2009

In einem weitläufigen Eingangsbereich, der dem aus vorherigen Traum ähnelt, stehe ich vor einem kleinen Verkaufstresen, der vielleicht so etwas wie eine Art Grenze zwischen Licht und Schatten darstellen könnte, in einer Warteschlange. Zwei, drei Leute sind vor mir. Hinter mir steht ein Student, der sich mit Oberschenkeln und Unterleib fest an mich drückt. Anfangs denke ich, es handele sich dabei um ein Versehen oder eine gewisse Unachtsamkeit; vielleicht ist er mit den Gedanken woanders und merkt gar nicht, was er macht? Doch als ich einen Schritt nach vorne mache, zieht er nach und ich spüre seinen Körper an meinem. Das ist keine Anmache, sondern eine nachdrückliche Annäherung. Eine Annäherung, die ich mir allerdings nicht erklären kann. Was will er von einer, in seinen Augen doch sicherlich alten Frau? Ich drehe meinen Kopf nach hinten, damit er mein Gesicht erkennen kann… und damit mein Alter. Aber er bleibt nah bei mir, auch als ich an der Reihe bin und zur Verkäuferin an den Tresen trete. Er fühlt sich sehr angenehm an. Wärme und auch so etwas wie Halt. Ich schiebe die zusammengeknüddelte Badematte (Erdfarben), sie ist mehrfach gewaschen, der Verkäuferin zu und erkläre, sie umtauschen zu wollen, da sie mit einer Breite von sechzig Zentimetern zu groß für die vorgesehene Fläche zwischen Wanne und WC ist. Ich kann nur eine Matte mit fünfzig Zentimetern Breite gebrauchen. Währenddessen krame ich in der großen Plastiktragetasche nach dem Kassenzettel… und finde diesen nicht! Das kann doch nicht wahr sein! Ich stecke meinen Kopf tief in die leere Tasche, suche und suche… nichts da! Die Verkäuferin zeigt sich kulant, bittet mich an einen anderen Tresen, der längs im Raum steht, um die klapptt. Allerdings spüre ich nun das starke Misstrauen des Studenten, der immer noch an meinem Rücken haftet. Er glaubt mir offenbar nicht, dass ich den Kassenzettel verschusselt habe, sondern unterstellt mir einen Betrugsversuch. Na, was soll das denn?? Einerseits rückt er mir total auf die Pelle, lässt nicht von mir, aber will mir nicht vertrauen? Wozu dann diese Nähe? Die Lage entspannt sich, als seine Freundin hinzu kommt. Plaudernd stellt sie sich an seine Seite und bleibt bei ihm, als wir den Ort in Richtung freie Landschaft verlassen. Immer noch klebt er an meinem Rücken, während ich mich mit großen Schritten von ihm entferne.

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