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Leinen los

Traum vom 22. Dezember 2009

Im Alleingang versuchte ich Wasserski zu fahren. Jürgen B. beobachtete das zufällig, kommt daraufhin kurzentschlossen zu mir, wirft eine Leine in meine Richtung, die sich sofort wie eine Schaukel um meinen Po schmiegt und los geht’s! Wie von etwas motorisiert düst Jürgen B. los und zieht mich an der langen Leine hinterher – meine nackten Füße, vorne leicht hochgezogen, bilden die Wasserskier. So sausen wir über Grünstreifen, kreuzen Straßen, dann quer über Rasenflächen hinweg in Richtung Meer. Jürgen möchte, um mir eine Freude zu machen, dass ich dort für ein paar Stunden Wasserski fahre. Huiuihuih, das geht aber schnell!

Als wir später von diesem Unternehmen zurückkehren, bin ich angenehm erschöpft und zufrieden. Eine gelungene Sache und auch Jürgen stellt fest: „Marianne kann Wasserski fahren.“

Szenenwechsel. Mittagszeit. Eine Love-Parade formiert sich in einer Nebenstraße. Ich – mit knappem schwarzen Shirt und engen, sehr hellen Sommer-Hüftjeans bekleidet – stehe mittendrin, wippe im Rhythmus meines Vergnügens, freue mich schon auf den Beginn. Hinter mir ein paar Leute auf einem Wagen – ferne Bekannte; was weiß ich, ich wende mich ihnen nicht zu. Mit einem Male packt mich eine der Frauen von hinten, greift in die Gürtelschlaufen rechts und links und hebt mich daran hoch. Logisch, dabei rutsche ich tiefer in die Hose, die Schrittnaht schneidet bald unangenehm ins Fleisch. Viel mehr aber ärgert mich ihr Übergriff. Verdammte Kiste, was hat sie mich anzufassen?? Es kostet viel Beherrschung, ein Kreischen zu verhindern, als ich sie anbrülle: „Lass mich runter!!“ Und außerdem: „Ich hatte nicht darum gebeten, mich hochleben zu lassen!“ Die Frau lässt mich los, aber sie und der Mann neben mir schauen mich dann mürrisch an und mosern herum. Ich verstehe kein Wort. Zum Glück kommt Mike mit unserem Baby, legt es in meinen Arm, so dass er und die Kleine auch den Blick zu diesem blöden Paar verwehren. Oha, mein Kind ist ja ein Riesenbaby! Als solch einen Brocken hatte ich sie gar nicht in Erinnerung. Das ist ja fast peinlich…

Die Kleine spielt dann an ihrem Wackelzahn am Unterkiefer. Bald liegt er in der speichelnassen Furche zwischen Kiefer und Unterlippe – man kann es kaum glauben, aber immer noch hängt der Zahn am Zahnfleisch fest. Oje! Meine Zunge befühlt meinen Schneidezahn am Unterkiefer. Im nächsten Moment ist er rausgefallen. Schnell greife ich ein Gästehandtuch und spucke den Zahn samt dem reichlich fließenden, metallisch schmeckenden Blut hinein. Dann betrachte ich den Zahn. Es ist unbegreiflich. Der Zahn ist völlig intakt. Wie konnte er nur so plötzlich ausfallen? Angela sitzt mir gegenüber, hat diese Sache offenbar mitbekommen, schaut bekümmert auf den ausgefallenen Zahn und sagt: „Oh…“

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