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Beschränkungen

Traum vom 27. Dezember 2009 [Februar]

Wir luden den Weihnachtsbaum bereits auf unser Autodach, als wir ortseinwärts fuhren und ihn am Straßenrand (am Schindel-Altglascontainer) parat liegen sahen. Nun gilt es, eine Kleinigkeit im Ort zu erledigen.

Auf dem Rückweg steht ein kleiner Transporter mit offener Ladefläche am Straßenrand – Findorff / Mangels / Bäckerei. Vom Gehweg her laden die Worpsweder Floristin und der Frankfurter Weihnachtsbaum-Nachbar etwas auf die Ladefläche. Zur Straßenseite hin ist eine Klappe nach außen gekippt. Mike rollt so nah daran vorbei, dass es ausschaut, als ramme sich die Klappe gleich in die Windschutzscheibe. Ich ziehe den Kopf ein. Zum Glück passiert jedoch gar nichts. Die Floristin ruft uns zu, unser Tannenbaum läge zum Mitnehmen bereit. „Wir haben ihn schon aufgeladen!“ rufe ich zurück, während wir langsam an dieser Szenerie vorbeirollen.

Nach einiger Zeit gelangen wir an einen fremden Ort, der sich besonders durch eine fast öde Weite auszeichnet. Eine Gegend, die kaum Grenzen setzt – zumindest so weit das Auge reicht. Es sind keine großen Beschränkungen oder Zäune zu erkennen, was ein etwas beunruhigendes Gefühl der Haltlosigkeit bewirkt. Mike lenkt unser Auto nach rechts, einen zwei Meter langen asphaltierten Pfad, der bald senkrecht hinab geht und eine Verbindung zu der parallel verlaufenden Fahrbahn bildet. Beide Fahrbahnen sind breit wie Landebahnen, wirken stillgelegt. Aus Rissen in der schwarzen Fahrbahndecke wachsen Grashalme und die Fahrbahnräder wirken wie gerupft. Ich bin in Sorge, dass die Fahrzeugwanne beschädigt werden könnte, so arg kippt das Auto. Aber nichts geschieht.

Nach wenigen Metern erreichen wir einen Parkscheinautomaten mit Schranke. Mike springt hinaus, um zu dem zwanzig Meter entfernten Kassenhäuschen zu laufen und den Parkschein zu bezahlen. Hinter uns hat sich gleich eine kleine Fahrzeugschlange gebildet. Ich rufe Mike nach, er solle mich gehen lassen, damit er zwischenzeitlich das Auto aus der Automatenspur fahren könne, damit es nicht zu unnötigen Behinderungen oder gar Blockaden kommt. Ich springe aus dem Auto, der Fahrer aus dem Auto hinter mir ebenfalls. Ich rufe Mike hinterher, der andere Fahrer brüllt mir etwas zu. Da habe ich Mike erreicht, nehme das Geld an mich und laufe zum Kassenhäuschen. Drinnen reihen sich die Wartenden vor der Kasse durch das ganze Lädchen. Nur langsam geht es voran.

Endlich sind nur noch ein oder zwei Leute vor mir dran. Da stürmt eine elegant gekleidete Dunkelhaarige herein, direkt auf den Tresen zu, teilt uns allen mit: „Es geht schnell, ich will nur kurz bezahlen!“ Dann drängt sie sich an die Kasse, stellt Fragen, hat Sonderwünsche… Es dauert. Mich regt das sofort auf und ich brause los: „BEZAHLEN?!! MEHR WOLLEN WIR AUCH NICHT!!“ Aber es ändert ja nichts mehr. So wettere ich leise vor mich hin, bis der Vorgang mit der Frau endlich abgeschlossen ist.

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