Home » Rauhnächte, Traumtagebuch » Schlafplatz auf hohem Hochstand

Schlafplatz auf hohem Hochstand

Traum vom 3. Januar 2010 – [August]

Sehr früh am Morgen – vor dem geplanten Aufstehen – erwache ich, höre noch schlaftrunken erste Nachrichten: Wiederholt ist die Rede davon, dass es Stürze von einigen der hochgelagerten Hochständen gab – es sind Hochstände, derer zehn übereinander gesetzt sind; auf oberem kann man dann in etwa 100m Höhe nächtigen. Natürlich zogen diese Stürze schwerste Verletzungen nach sich. Auch Mike und ich haben unsere Matratze lose auf einem dieser sehr hohen Hochstände gelegt – einfache Holzplatten bieten Lagerplatz, ungesichert, ohne Wände und Dach. Wir verbrachten hier bereits ein paar Nächte. Wie konnte ich mich nur darauf einlassen? Eine unachtsame Bewegung, ein Schubs aus Unmut heraus und ich stürzte in die Tiefe. Ich mag mich kaum bewegen. Vor Sorge fast wie gelähmt. Mike setzt sich auf, rollt nach rechts, hinüber in eine leere Kammer, die direkt hier oben angrenzt. Das Zimmer einer einfachen Herberge. Da kommt mir eine Idee: „Hey, wie wäre es, wir legten die Matratze hier hin? Wir könnten die letzte Nacht hier verbringen. Der Schlaf wäre sicher erholsamer, wenn man einfach entspannt liegt.“ Eigentlich hatte ich erwartet, Mike würde sich nicht darauf einlassen und das als übertriebenen Luxus bezeichnen, aber er packt sofort die Matratze und zieht sie ins Zimmer. Puh, welch eine Erleichterung! Wenn auch nur noch für eine Nacht – aber trotzdem.

Wir gehen in den Tag. Betreten den nächsten Raum. Dort treffe ich auf meine alte Freundin Fräulein Katjesfleck. Sie berichtet, dass ihre Mutter jeden Morgen in der Frühe das Haus verlässt und sie dann auf sich allein gestellt sei. Mitten im Satz hört sie über sich ein Gerangel und Stimmen, schaut hinauf, durch die Dachbodenluke hindurch in die Küche. Dort oben ist ihre Mutter, bereitet Frühstück, erzählt jemandem heiter und ausgeschlafen von diesem und jenem. Fräulein Katjesfleck wundert sich und sagt leise: „Sie ist noch da…?“ Ein Blick auf die Uhr zeigt, es ist gleich zehn nach acht Uhr morgens und ich merke schmunzelnd an: „Um diese Zeit ist sie für gewöhnlich schon noch da, oder?“ Fräulein Katjesfleck hat sich um ein paar Minuten verschätzt.

Tags: ,