Laál

Traum vom 6. Januar 2010 – [Dezember]

Ganz still ist es… Ich sitze vor einem kleineren Tisch mit Blick auf drei Wände ohne Fenster, spüre im Rücken eine Weite, die mich vermuten lässt, dass sich der Raum auch noch nach dort erstreckt. Vor mir steht eine Tasse . Eine bauchige weiße Tasse aus Eggshell China, gefüllt mit heißem Tee. Das Goldbraun des Tees ist so klar, dass die kreisrunde Furche am Grund der Tasse deutlich zu sehen ist – geradezu ins Auge fällt. Während ich kleine Schlucke trinke, wird mir bewusst, dass etwas hinter mir liegt, ich etwas durchdrungen habe. Nur noch wenige kleine Knoten, die kaum stören, schweben im Kopf herum. Ein gutes Gefühl. Befreit und leicht.

Ich drehe mich um. Hinter mir sitzt mein alter Hausarzt an seinem Schreibtisch und stellt ein Rezept für mich aus. Dort nehme ich Platz, stelle meine Teetasse auf dem Schreibtisch ab und sage: „Mein Tee ist laál.“

An der Wand neben seinem Schreibtisch steht ein Krankenbett. Darin sitzt seine Frau, von einem dicken Plumeau im Rücken gestützt; die von sich geschobene dicke Federdecke zu ihren Füßen vermittelt Wärme und Geborgenheit. Der Arzt sagt, eigentlich müsse seine Frau stationär behandelt werden, aber es sei ihm möglich, sich angemessen um sie zu kümmern. So trage er Sorge dafür, dass sie nur reines Essen bekommt. Daraufhin sage ich: „Ich achte inzwischen auch darauf, dass alles, was ich mir zuführe, laál ist.“ Der Arzt nickt zufrieden, hebt ein Mäppchen hoch, das aus mehreren Einschubfächern besteht, nimmt ein Kärtchen (oder ähnliches) heraus und appliziert mir den Tonträger in der Ohrmuschel. Es soll eine Hörprobe sein, damit ich mir überlegen kann, ob mir diese Behandlungsmethode zusagt.

Traumpfad:
Im Traum verstehe ich unter ‘laál’ so etwas wie ‘halal’ (حلال).
Habe mich gestern darüber unterhalten, ob eine bestimmte Sorte Gummibärchen mit dem Siegel ‘halal’ wirklich halal sind, da diese laut (nahezu unleserlicher) Packungsangabe Gelatine enthalten.

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