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Herzschmerz

Traumfragmente vom 5. Januar 2010 – [November]

~ Schmerz am Herzchakra
Als ich den Raum im Untergeschoss betrete, schaut Rinpoche gerade amüsiert zu Horst Schlämmer, der – kaum sieht er mich – mit mürrischem Blick direkt auf mich zukommt, mein Herzchakra zwischen zwei Fingern packt und daran zerrt, während er mit rauer Stimme haucht: „Erzähle mir von dir…“ Dabei gilt sein eindringlicher Blick, sein Interesse weniger dem, was ich ihm erzählen werde, als vielmehr meinen Reaktionen. Ein unangenehmer Druck in meiner Brust entsteht, ein Schmerz, der in die Nähe von Ohnmacht führt… fast.

~ Schockgefrosteter Fisch am Tümpel
Im Freien. Ein trüber Tag. Weite. Ein Tümpel, auf dessen Wasseroberfläche allerhand vom Herbstwind abgerissenes treibt. Um dem Tümpel herum sitzen einige Leute, die ich seit ein paar Tagen etwas näher kenne. Über dem Tümpel wurde ein Holzplateau errichtet. Dieses betrete ich mit der Absicht, dort etwas zu erledigen. Bemerke dabei, aus welch dünnen Brettern die Fläche errichtet. Ich könnte jeden Moment einbrechen. Ins Wasser zu stürzen wäre nicht so schlimm. Eher sorgt mich, dass ich das Plateau dann zerstört hätte – das Plateau gehört allen. Als ich es dann verlasse, am Rande des Tümpels zurückgehe, werden mir von den hier Lagernden einige Stücke Fischfilet gereicht. Diese Fischfilets sind portionsweise durch Schockfrosten gegart. Da sie vorher mit Wasser umgeben wurden, haben sie nun eine herrliche krosse, dünne Eiskruste, die beim Reinbeißen angenehm zwischen den Zähnen bricht, woraufhin sich das köstliche Fischaroma entfaltet. „Probier mal!“ „Tatsächlich, wirklich lecker!“

~ Selbsterniedrigung ist ätzend
Ich mache einen Besuch bei Amy und Carl im Hotelzimmer. Beide erzählen erfreut, dass sie einander zum Jahreswechsel Bilder malen, dann austauschen und dann ihre Gedanken miteinander teilen. Amy sagt begeistert: „Carl kopiert die Bilder, damit wir jeder beide haben!“
Kopieren? In Schwarzweiß? Oje… Da erhält man ja ein ganz anderes Bild, wenn die Farben fehlen. Das erzeugt eine ganz andere Stimmung. Während ich noch darüber nachdenke, geht Amy hinaus und ich nutze die Gelegenheit, Carl einen Rat zu geben: „Male dich beim nächsten Mal nicht am Boden sitzend! Nicht niedriger als sie!“ Rechts hinter mir die Stimme des Steppenhundes, bestätigend: „Richtig, das kann ziemlich ätzend sein!“ Ganz so dramatisch hätte ich es zwar nicht gedacht, aber es erleichtert mich, dass auch er eine ähnliche Ansicht bezüglich der Standpunkte hat. Aufrichten, Raum nehmen, sich zeigen – das ist wichtig.

~ Books, gereizt
Zwischen den Räumen herrscht Hektik. Es werden letzte Vorbereitungen für ein Seminar oder Vortrag getroffen. Herr Books läuft dort herum. Sein Sakko offen, lose um die Hüften wehend. Ah, gut dass ich ihn sehe…. Ich war eh aufgefordert, ihn darüber zu unterrichten, dass die Materialien eingetroffen sind – nun steht einem erfolgreichen Vortrag nichts mehr im Wege. So freue ich mich, ihm diese Nachricht zu überbringen. Er aber reagiert gereizt und ablehnend, empfindet es als anmaßend, dass ich mich in seine Angelegenheiten mische und vor allem, dass ich ihn jetzt aufhalte, störe. Okay… wird nicht mehr vorkommen. Ich ziehe bewusst die Aufmerksamkeit von ihm ab und gehe.

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