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Stärkster Sturm aller Zeiten

Traum vom 7. Januar 2010

Stiller Frieden – im Haus der Geweyhten. Aufgeräumt – innen, außen. Sonnenklare Tagesmitte. Vor wenigen Tagen – zwei oder drei? – wurde es angekündigt. Wir konnten uns darauf einstellen. Dennoch… nun, als es eintrifft, kommt es mir wie ein Wunder vor; kann es kaum glauben: Der stärkste Sturm aller Zeiten kommt auf uns zu. Ganz fern, im Rücken spüre ich ein fernes Rauschen, sanft. Bereits in der nächsten Sekunde braust es rasend auf uns zu… Nicht einen Lidschlag später spüre ich den Druck und es scheint mir nicht unmöglich, dass es das Haus von seinen Grundfesten reißt, es über den Erdboden treibend mit sich nimmt. Doch noch nicht einmal ein Rütteln an den Mauern, kein Knarren im Dachgebälk – das Haus steht still und fest wie zuvor, stellt sich dem Wind und lässt ihn sein. Der Sturm fegt brausend und tösend über das weite Land. Er wirbelt alles davon, bis es nichts mehr gibt außer Zeitlosigkeit und Weite. Drei Schritte vom Fenster entfernt stand ich die ganze Zeit, unbewegt, der Naturgewalt lauschend, ihr nachspürend, im Schutz des Hauses. Da kommt mir in den Sinn, ich sollte es aber auch gesehen haben! Mit einer leichten Armbewegung schiebe ich die Gardinen beiseite. Aber es geschieht nun erst einmal das Gegenteil des Gewollten: statt klarer Aussicht verwehrt mir der in Falten zusammen geschobene Gardinenschleier erst recht die Sicht. Noch ein Schritt mehr ist notwendig und: mit beweglichem Kopf ist es möglich, daran vorbei zu schauen.

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