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Kopfgeburten

Traum vom 30. Juli 2009

Im Schulungsraum steht ein kleiner Junge. Sein Kopf ist nach oben hin geöffnet. Eine flach- und breitwüchsige Nutzpflanze wuchs im Kopfinnern heran und sprengte nun die Schädeldecke, als das Gemüse reif zur Ernte war. Es schaut zwar etwas ungewöhnlich, aber doch natürlich entwickelt aus. In dem Bett aus frischen grünen Blättern – der Kopf wie ein Pflanzgefäß – liegen jede Menge goldgelbe Körner (wie Mais), die man nur noch einsammeln muss. Ein Betreuer bittet mich, mir das genauer anzusehen. Okay. Das sieht gesund und gut aus.

Etwas später steht ein anderer kleiner Junge am gleichen Platz. Welch bedauernswerten Anblick er bietet… Auch hier wächst eine Nutzpflanze im Kopf. Aber an den zerfetzten Blättern sieht man, dass da jemand nachgeholfen hat. Auch sind die Körner noch nicht reif, sondern hart und grün. Jemand hat vor der Zeit mit brutaler Gewalt den Schädel geöffnet und das Grün hervor gezogen. So nehme ich an, und ich bin deshalb ziemlich sicher, weil die Augen des Jungen blutunterlaufen sind. Um die Augen herum ist die Haut dunkelblau unterlaufen, als habe man auf seinen Kopf eingeschlagen. Die Lidränder sind blutverkrustet. Sein Blick wirkt verstört und er schielt ein wenig. Vermutlich war es der Vater, der all dies aus Unkenntnis und Ungeduld angerichtet hat. Er wusste wohl nicht, dass jedes Ding seine Zeit braucht, um zu reifen. Der Betreuer möchte, dass ich mir das mal ansehe und ihm meine Meinung dazu sage. Okay. Das sieht ziemlich übel aus!

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