Home » Traumtagebuch » Meine Männlichkeit

Meine Männlichkeit

Traum vom 29. Juli 2009

Ein Fest. Haudegen, Hard-Rocker. Ich bin nur mit einem Lendenschurz aus Fell bekleidet; gehe zwischen den Biertischen umher.

Es kommt dann zu einer Begegnung mit einem Mann, wodurch mir erst eine grundlegende Veränderung bewusst wird: Dieser Mann, offenbar ein mir sehr zugetaner Bekannter, rutscht auf Knien zu mir, greift immer wieder mit bebenden, teils zitternden Händen meine Arme – vor allem an den Bizeps – so als traue er sich kaum, mich zu berühren und verleiht, mit tiefen, schmachtendem Blick in meine Augen, seiner Bewunderung Ausdruck. Wie ich seine Finger auf meinen Armen spüre, wird mir bewusst, wie muskulös diese sind. Ich habe mich in der jüngsten Zeit zu einem muskulösen, zartgliedrigen Mann entwickelt. Genau von dieser Veränderung zum Mann ist mein Gegenüber so begeistert. Meine neue Männlichkeit übt eine starke Anziehungskraft auf ihn aus. Er berührt wieder und wieder tastend meine Muskulatur und stammelt davon, wie phantastisch das alles sei. So wunderbar und attraktiv. Obwohl so begeistert, wagt er eine zaghafte Bitte, die zum Inhalt hat, dass ich ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen möge. Mir ist gleich klar, dass es sich bei diesem Verhalten um etwas handelt, was eher dem Weiblichen zugeordnet wird. Er möchte das, weil das sexuell noch reizvoller wäre.

Anfangs bin ich gewillt, spüre jedoch tief in meinem Innern, dass ein solches Verhalten mir nicht entspräche. Schon gar nicht jetzt, wo ich zur Männlichkeit gereift bin und mich sehr wohl so fühle. Also antworte ich ganz eindeutig: „Nein, das möchte ich nicht.“

Es dauert gar nicht lang, da rutscht dieser Mann wieder auf Knien zu mir, betastet meine Armmuskeln und bittet erneut darum, mich ein wenig weiblicher zu geben. Nein, das kann ich nicht so recht verstehen. Ich erlebe meine Verwandlung zum Männlichen hin als etwas sehr Wertvolles und Schönes. Warum sollte ich dieses so Gute mit weiblichem Gehabe verschleiern? Was soll daran reizvoll sein? Nach meinem Empfinden käme es damit zu keiner Verbesserung. Nein, lieber winde ich mich aus den so liebevollen und zärtlichen Armen dieses Mannes. Nicht ist schöner, als man selbst zu sein. Zusammen mit meiner Männlichkeit entwickelte sich auch eine Entschlossenheit und Geradlinigkeit, die ich als sehr angenehm empfinde. Nicht mehr diese weibliche Nachgiebigkeit und dieser Wankelmut. Wenn ich etwas will, dann ziehe ich das jetzt auch durch – ohne Wenn und Aber.

Der Mann lässt sich nicht beirren. Ein weiteres Mal rutscht er zu mir, bittet inständig darum, mich doch weiblicher zu geben.
Nöö! Nein!! Ich sträube mich gegen seine Wünsche, gegen sein beharrliches Bitten, und spüre – zu meiner hellen Freude – wie seine Wünsche an mir abperlen und eben nicht mehr das Bedürfnis auslösen, es ihm recht zu machen, damit er glücklich ist. Und das ist der Punkt – einfach ich selbst sein, ohne schlechtem Gewissen und ohne Angst vor Liebesverlust, weil ich mir selbst genug bin – der mir die vollzogene Veränderung am deutlichsten bewusst macht. Mehr noch als der männliche Körper, aus dem meine Augen schauen Der Mann gegenüber zeigt sich begeistert: „Mann, Du bist ja echt cool drauf! So straight!“
Sehr angenehm, ihm zu gefallen. Ich lächele kurz, doch dann verliert es an Bedeutung.

Traumpfade:
Gestern vor dem Einschlafen gemeinsam mit Mike meine Muskeln betastet. Mit meinen Bizeps zeigte ich mich sehr unzufrieden, weil ich fand, dass sie – im Verhältnis zu den übrigen Muskeln – eher unterentwickelt sind. Ansonsten war ich beeindruckt (wie der Traum ja schön parodiert :-)), was so ein bisschen Krafttraining, nur zwei Mal wöchentlich, bewirkt.

Tags: