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Knallhart durchgezogene Aktion

Traum vom 28. Juli 2009

Ich bin mit der Bahn unterwegs zu einer Großaktion. Die Stimmung ist nüchtern, sehr ernst; der Kopf ist frei, der Tag strukturiert. Okay, packen wir es an.

Eine große Baustelle beim Morgenerwachen. Ob ich mein Bargeld mitnehmen soll, wenn ich dort hingehe? Etwa 150 Euro sind im Portemonnaie. Vielleicht überlasse ich sie sicherheitshalber meinem Begleiter? Ihm scheint es nicht recht zu sein, so viel Geld bei sich zu tragen. Wie leicht geht es bei diesen schweren Arbeiten verloren! Also, dann nehme ich es; auch wenn er mit dieser Lösung ebenfalls nicht einverstanden wirkt.

Auf dem Weg zur Großaktion höre ich eine aufgebrachte Stimme im Rücken. Es ist Da Vinci, der sich mit einem männlichen Elternteil unterhält. Es geht um das Aufreizende einiger Frauen. Im Gegensatz zu Da Vinci will der Mann nichts bemerkt haben. Worauf Da Vinci, den schnellen Schritten des Vaters hinterher stolpernd, nachsetzt: „War sie knapp bekleidet?!? War sie stark geschminkt?!?“ Der Mann gibt zu: „Na ja… ja.“
Da Vinci bringt wortreich seine Überzeugung zum Ausdruck: eine nicht geringe Zahl an Männer wird das Opfer dieser vermutlich ziemlich berechnenden Frauen.

Angekommen. Die Arbeit, die Großaktion beginnt.

Nach Stunden schwerer Arbeit werfe ich noch einen Blick in den, zumindest für private Zwecke sehr überdimensional anmutenden Lagerraum. Dieser erstreckt sich, von der Eingangstür gesehen, mehrere Meter in die Tiefe und Höhe; auch die Grundfläche ist bemerkenswert geräumig. Da ich fest entschlossen war, diese Aktion heute knallhart durchzuziehen, habe ich tatsächlich sämtliche Gesellschaftsspiele von Moina hier gestapelt. Ein unüberschaubare Zahl an Spieleschachteln türmt sich in unzähligen, ordentlichen Lagen und Reihen bis hinauf zur Türschwelle. Ein beträchtlicher Teil des Raumes ist nun mit diesen Spielen gefüllt. Unten, an den Freiräumen an den Wänden, bemerke ich einige Zuschauer, die das Szenario staunend betrachten – unglaublich, dass jemand so viele Spiele auf Lager hat! Die können ja gar nicht alle gespielt worden sein. Doch doch!! Jemand fragt, ob wir uns wirklich von den Spielen trennen wollen. Wirklich von allen?

Da fällt mir ein… Das Spiel „Hühnerkacke“ würde uns bestimmt noch Kurzweil und Freude bereiten. Doch wo finde ich nun dieses eine Spiel in diesem riesigen breiten Spielelager? Ich springe von der Türschwelle hinab auf die Schachteln, um auf gut Glück zu suchen. Zwei etwa siebenjährige Jungens suchen mit. Zack, einer der beiden zieht die „Hühnerkacke“-Schachtel hervor. Wow, das hätte ich nicht geschafft! Wir öffnen die Schachtel, um einen Blick auf das Spielmaterial zu werfen… Ah ja, die Ausstattung ist ziemlich veraltet. Klar, es ist – soweit das zu überschauen ist – alles komplett vorhanden, aber mir wird gleich klar: das Spiel ist, mit diesem altmodischen Zubehör, uninteressant für mich. Ich habe einfach keine Lust drauf. So frage ich die beiden Jungen, ob sie das Spiel gerne nehmen würden. Ja, sie freuen sich sogar darüber.

Mit einem Male wirft mich Da Vinci um, lässt mich weich zu Boden fallen und legt sich auf mich. Zwischen ungestümen Küssen keucht er: „Du glaubst gar nicht, wie aufreizend du bist!“
„Wie… ich? Wäre mir nicht bewusst“ entgegne ich ernst und ungerührt.

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