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Ängste des inneren Kindes

Traum vom 16. Januar 2010

Freitagabend. Nachher wird Besuch kommen! Vom Job kommend, eile ich durch die Küche meiner Nachbarmieter. Am Ende deren Küche führen ein paar Stufen hinauf in meine Wohnung. Die Nachbarmieter – ein beruflich erfolgreiches Paar – sind noch nicht da. Ihre Küche liegt im Dunkel. Nur ein wenig Licht aus den Tiefen des Treppenhauses dringt ein. Ich höre etwas im Dunkel… halte inne und lausche… Wie Wasser, das bald zu sieden beginnt… Sonderbar. Inzwischen haben sich meine Augen an das Dunkel gewöhnt und ich wage mich ein paar Schritte in die Küche um meine Wahrnehmung zu überprüfen – es könnte ja Gefahr in Verzug sein. Tatsächlich entdecke ich dann drei Feuerstellen. Genauer sind es Herd- oder Heizplatten, die offenbar von einer Zeitschaltuhr gesteuert zu heizen begonnen haben. Ich meine, auf einer dieser Platten liegt eine Abdeckplatte. Darauf wiederum steht ein Plastikmessbecher, halb voll Wasser mit einem noch rohen Ei und einer weißen Suppenkelle darin – eine nicht gerade hitzebeständige Kombination und vor allem die Abdeckung erscheint mir gefährlich. Als ich genauer hinsehe, kann ich doch nichts feststellen, das wirklich bedenklich wäre. Außerdem rechne ich mit der baldigen Heimkehr meiner Nachbarn.

Draußen, vor dem Haus – einem Mehrparteienhaus in der Stadt. Kristin ist angekommen! Hey super, ich hatte mich auf ihren Besuch schon so gefreut! Begrüßung – herzlich, freudig. Moina steht rechts neben mir und reagiert wieder schüchtern, als Kristin sie begrüßen will. Ich sage währenddessen gerade heiter: „Sie ist groß geworden, gell!“ Als Moina ihren Blick senkt, nicht auf die Kontaktaufnahme eingeht, bricht Kristin mit einem Male in sich zusammen, so als sei sie durch diese vermeintliche Ablehnung zutiefst erschüttert. Na, aber! Eindringlich gebe ich Kristin zu bedenken: „DU wirst sie ja wohl verstehen können!“ Eben weil Kristin ähnliche Probleme bei einer Annäherung hat, sollte sie das Verhalten eigentlich richtig einordnen und nachvollziehen können. In der Hocke geht Kristin auf Moina zu, schließt sie mit heißen Tränen in die Arme.

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