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Spermieninsel

Traum vom 27. Januar 2010

Am Morgen. Die Älteren kehren von einer mehrtägigen Reise zurück. Zwar war ich schon aufgewacht, bin aber wieder eingeschlafen und werde von den Geräuschen der beiden geweckt. Als sie zur Tür herein schauen, stelle ich mich schlafend. Mein Kopf ruht auf einem weißen Kopfkissen, das an seinen Kanten mit einem braungelben Paspelband eingefasst ist. Dieses Paspelband, das Kopfkissen außen verstärkend, spüre ich nun an meiner Wange. Spüre, wie mein Kopf langsam über das Kopfkissen rutscht. Sowas Blödes! Die Älteren schauen mich noch an und wenn der Kopf derart rutscht, wäre ja anzunehmen, man wacht davon auf. Nur darf ich mir ja nichts anmerken lassen, wenn ich noch weiterschlafen will. So lasse ich den Kopf gleiten und stelle mir vor, dass die Älteren sich sehr über das wundern, was sie gerade sehen. Das Gleiten über den Kopfkissenstoff erinnert mich auch daran, dass ich meine Brille trage, denn die Brillenbügel bieten den Falten und Kanten des Kissens etwas Widerstand. Die Brille… sie verrät, dass ich schon wach war / bin. Nur ich würde so gerne noch weiter schlummern! Lasse den Kopf rutschen… das muss ja mal von ganz allein aufhören, sein natürliches Ende finden?!

Später erzählen die Älteren von der Reise. Von der schönen Strecke, die sie eine Straße entlang führte, die, auf einer schmalen Landzunge, sich kilometerlang durch ein Binnenmeer schlängelt. Ah ja, mir kommt da was in den Sinn… die Fahrt nach Sylt… ach nein, da war doch kürzlich etwas anderes… Ich habe diese Straße nämlich auch schon entdeckt! Gemeinsam mit Mike fuhr ich sie entlang. Im Schritttempo, um die Schönheit dieser Welt zu genießen! Gleichzeitig sehr schnell, damit wir nicht überholt werden konnte, was ja nur Unruhe und Ablenkung mit sich gebracht hätte. So lausche ich begeistert den Beschreibungen der Älteren. Wobei wir inzwischen auf einem Schiff sitzen. Auf dem oberen Deck. Es ist ein schwimmendes Ausflugslokal. Der Besitzer baute es erst kürzlich um. Extra für Radfahrer machte er das untere Deck frei, so dass dort die Fahrräder geparkt werden können. Während ich den begeisterten Erzählungen lausche, gehe ich auf das noch leere untere Deck, springe dort zur Deckmitte, hinauf auf einen aus einfachen Brettern gezimmerten Kistchen. Bin bemüht, den Boden nicht zu berühren, so als gälte es, das Meer mit Hilfe des Kistchens trockenen Fußes zu überqueren.

Traumpfad: Im Traum kam ich nicht drauf, dass ich am Vortag eine Spermieninsel betrachtet hatte.

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