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Gebet am Meilenstein

Traum vom 3. Februar 2010

Marina hat sich, nun endgültig, von ihrem Steinbockmann getrennt. Sie hat sich auf den Weg zu ihrer neuen Wohnung gemacht. Sie ist bereits voraus, ich folge ihr mit Verzögerung. Ihre Wohnung ist zu Fuß erreichbar, wobei der Weg aus einer sonderbaren Verbindung verschiedener Orte besteht: Beginnend beim Böhmer Haus, das ganz still im sepiaumschleierten Licht der Vergangenheit liegt – düster fast, wie mit dem früheren Leben schwer aufgeladen. Der dort fortführende Weg erinnert an den Schützenplatz Adolphsdorf – ich werfe einen Blick in nebelig feuchten Schützengraben und sehe eine frisch gezogene Furche von einem Fahrradreifen im Gras, aus der braune Erde quillt. Im weiteren Verlauf geht es über eine Brücke, wie ein Stück der Karlsbrücke in Prag entnommen und doch erinnern die Bögen an die Steinerne Brücke in Regensburg. Zwecks Standortbestimmung telefoniere ich, als diese in Sichtweite kommt. Diese Brücke ist bedeutsam, sie führt direkt über die Bahnlinie in OHZ. Dann haben wir die Wohnung bald erreicht. Auf der Brücke hole ich ein älteres Ehepaar ein, das ebenfalls auf dem Weg zur Wohnung ist.Wir kommen dann gemeinsam unter dem Dach eines großen runden Brunnens an. Unter dem Brunnendach stehen einige Meilensteine. Mir fällt auf, dass sie ohne Inschrift sind. Hier angekommen soll man, mit den Knien an den Meilenstein gelehnt, beten. Ein Gebet an jedem Meilenstein, um Dank zu sagen. Der Mann sinkt zuerst nieder, dann seine Frau. Ich würde es am liebsten überspringen, werde aber von dem Ehepaar zurückgehalten.

Traumpfad: Gestern ein wenig im Buch „Wie der Mensch sich orientiert“ gelesen – Thema: Meilensteine und Quantensprünge.

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3 Antworten zu Gebet am Meilenstein

  1. Morgen, Marianne. Hast du das Buch? Der Titel klingt so interessant, das würde ich auch gerne lesen.

  2. Moin Moin Sabine, ja, ich habe das Buch. Erinnere mich mal kurz vor unserem Treffen daran, dann bringe ich es mit!

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