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Erntefest und so

Traum vom 30. Januar 2010

Beim Aufwachen am Morgen werde ich überraschend damit konfrontiert, dass Stephan zu Besuch ist. Kristin und er stehen in der Schlafzimmertür, als ich die Augen öffne, und springen dann auf dem Bett umher. Dabei bemerkt Stephan die Unordnung neben meinem Bett – dort wo Stifte und Schreibhefte auf der Ablage parat liegen. Der Boden liegt voller klarer Cases. Er kritisiert Moinas mangelnden Ordnungssinn. Halt, das ist nicht richtig! „Das war Mike. Am Vorabend hatte er neben meinem Bett alle möglichen Materialien zur Ahnenforschung ausgebreitet und für das weitere Studium am heutigen Tag einfach liegen lassen.“

Stephan zeigt sich inzwischen allerdings wegen einer anderen Sache besorgt: Sein spontaner Aufbruch. Zu seinen letzten Tätigkeiten gehörte der Aufbau von spiralförmigen Pflanzstäben aus Edelstahl, an denen inzwischen das Basilikum üppig in die Höhe schießt. In der Nähe dieses vorbereiteten Beetes befindet sich Kristins Vater, der auf einer an der Gartenlaube angelehnten Leiter steht – mit den Rücken zu den spiralförmgen Spießen, deren Installation er nicht bemerkt hat. Er ist damit beschäftigt, der Laube eine frische Schutzlasur aufzutragen. Stephan sorgt sich, der Vater könne rücklings hineinfallen und sich schwer verletzen.

Dann fragt Stephan, ob er bei uns das ZDF empfangen könne. Mir sitzt der Schalk im Nacken und ich antworte grinsend „Nein!“ Was nicht stimmt, und Kristin klärt ihn gerade darüber auf, dass er hier dieses Programm empfangen könne. Stephan richtet ein paar Worte an mich, so wie an einen ungezogenen Schüler, den man aus pädagogischen Gründen abblitzen lässt. Na gut… oookay….

Am frühen Morgen in einer zwielichtigen Gasse. Bei mir Kristin und Stephan mit seinem Hund. Ich greife in meine Jackentasche um ein paar Leckerli heraus zu holen. Bei diesen handelt es sich um eckige Kapseln wie zur Aufbewahrung von Bleistiftminen, allerdings sind diese mit Schokocerealien gefüllt. Es ist üblich, dem Hund eine solche gefüllte Kunststoffkapsel als Leckerli zu geben. Jedoch purzeln all die Cerealien ungewollt auf die Straße. Ach herjee… Daran stört sich Stephan allerdings nicht.

Vormittag. Es wird lichter, freundlicher. Am Ortsrand, ländlich, völlig unvermutet ein kleiner Ernteumzug. Ein paar Bauern und Bäuerinnen ziehen mit ihren Handkarren aus Holz die befestigen Wege entlang, werfen dabei Gemüse und Früchte unter die Menschen, wie Bonbons zur Karnevalszeit. Als ein Apfel in unsere Richtung kullert, laufen wir los, ihn aufzunehmen. Doch die Bäuerinnen stürzen sich, kaum dass die Äpfel geworfen sind, gleich wieder auf diese um sie einzusammeln. Einen ganzen Karren voller rotbackiger Äpfel! Dazu eine Reihe mit Schalen voll leckerem Obstsalat. Aber sie nehmen auch das alles wieder mit. Ein Bauer wirft Paprikaschoten auf die Straße – Rot, Grün, Gelb. Bei seinem Tempo überrollt er die Schoten gleich darauf mit seinem Karren. Prüfend greift er eine der angeschlagenen Schoten auf, kostet davon – ich warte gespannt auf seine Reaktion – und verzieht das Gesicht. Natürlich schmecken die matschigen Paprika nicht mehr.

Daraufhin setze ich den Weg mit einem kleinen Klappkorb fort, der mit schönem Trödel gefüllt ist, den ich am Wegrand erstanden habe. So lasse ich das Gebiet mit dem Ernteumzug hinter mir und erreiche nach wenigen hundert Metern einen Sitzplatz am Ende des Festplatzes. Mike sitzt bereits an einem der Biertische und wartet. Als ich die Kiste abstelle, hätte ich fast eine der drei Tassen voller heiß dampfendem Espresso verschüttet, die auch in der Kiste stehen, von denen ich aber bis zu diesem Augenblick gar nichts wusste.

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