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Kirchenschiffsreise mit entflammtem Tête de Moine

Traum:
Mit dem Kegelverein auf einer wenige Tage anhaltenden Reise mit einem Kirchenschiff. Das Kirchenschiff legt gerade vom Hafen ab. Es gibt keine Kabinen für die Passagiere, alle suchen sich einen Platz im Hauptraum. Ich setze mich auf meinen Schlafplatz; rechts von mir die Koje eines Ehepaares, die ebenfalls im Kegelverein sind. Von hier aus haben wir einen schönen Blick aus einem der Fenster. Zwar versperrt eine notwendige Konstruktion ein wenig die Sicht, aber wirklich nur sehr geringfügig. Ob ich das richtig sehe? Ich frage die beiden neben mir: „Ist es wahr, kann man von hier aus den Fluss sehen?!“ Ein breiter, gemächlich dahinfließender Wasserlauf, der verheißungsvoll im Licht des schwindenden Tages schimmert…. Die Sonne geht langsam unter. Ich beuge mich weit nach rechts, um möglichst viel vom Fluss erkennen zu können, rücke dabei dem Ehepaar sehr auf die Pelle. Ganz unbeabsichtigt finde ich mich halb in deren Bett wieder. „Oups, sorry!“ Es stört sie aber gar nicht.

Später, im offiziellen Bereich des Kirchenschiffs treffe ich erneut Doris. Sie betrachtet gerade mit großem Interesse eine kleine Laterne, die an der mit dunklem Holz vertäfelten Wand hängt. Wirklich interessant. Wir schauen zu, hören das leise Knarren der Dielenbretter unter unseren Füßen. Die kleine Laterne besteht aus dünnen Eisenteilen und einfachen Glasscheiben. Das Innenleben ist tatsächlich sehr interessant: Ein Strang Kerzenwachs steckt aufrecht stehend darin. Von oben greift eine feine, sehr präzise arbeitende Messingkurbel in den Wachs. Diese Messingkurbel wird von der Zeit (Uhrwerk?) angetrieben, wodurch das Wachs langsam gedreht wird, es entsteht ein schraubenförmiges Gebilde. Das obere Messingteil wiederum steht in Verbindung mit einer kleinen automatischen Girolle, die ihre hauchfeine Klinge kreisförmig über einen Mönchskopf schaben lässt und dabei dünne Schichten abhobelt. Diese feinen Schichten – ist es Käse oder Kerzenwachs?? – schmelzen gemächlich und tropfen von oben auf den sich schraubenden Wachsstrang, wo sich beide Massen vereinen. Ein nautisches Messgerät und eine Laterne zugleich – sehr spannend und verlockend! Doris und ich sind uns einig: Wir wollen die Kerze sofort anstecken! Doch da stürmt der Pfarrer (der Ex von Betty Blue) in wehendem Talar herbei und hält uns ab. Die Kerze soll mit seinem Feuer entzündet werden! So hält er beide Hände zu einer großen Schale geformt vor seinen Bauch, macht mehrmals erhebende Bewegungen damit und bald sehe ich die lodernden Flammen, die er in den Händen trägt. Der Funke springt über und bald flackert das Kerzenlicht.

Diese Angelegenheit verzögerte den Beginn der Andacht erheblich. Die meisten der Passagiere haben sich inzwischen in den Innenchor zurückgezogen. Ich laufe hin, schaue in den etwas erhöht liegenden Bereich hinein und rufe froh: „Hey Leute, kommt! Der Pfarrer beginnt mit der Andacht!“

Notizen:
Bemerkenswert: Besonders dicht, realistisch und bewegend ist die Betrachtung der Mönchslaterne.
Link: Assoziogramm zum Traum

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Eine Antwort zu Kirchenschiffsreise mit entflammtem Tête de Moine

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