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Trieber Bier zum Hochzeitsmahl

Traum vom 24. Juli 2009

Unsere Holzhütte steht am Rande eines Naturwaldes; an einem abwegigen Ort, dem Mainstream fern.

Um diese Holzhütte zu erreichen, ist ein längerer Fußmarsch vonnöten. So ist Mikes Frage, ob ich an das regelmässige Gießen unserer Gemüsepflanzen gedacht habe, wirklich wichtig. Ja, ich habe daran gedacht. Die Holzhütte ist rundum von Gemüsepflanzen gesäumt, die wir in den vergangenen Wochen und Monaten liebevoll herangezogen haben – in großen Töpfen, in Beeten vor den Hauswänden oder in am Dach angebrachten Hängeampeln. Mein Blick fällt auf ein Bohnenhochstämmchen… ach du liebe Zeit, die Pflanze hängt ja voller ausgereifter Grüner Bohnen. Meine Hand folgt dem Impuls, sogleich zu ernten. Aber stopp! Wir haben erst Grüne Bohnen gegessen, heute möchte ich noch nicht wieder… am besten sind sie doch aufgehoben, wenn ich sie die paar Tage an der Pflanze belasse. Eine friedliche und zufriedene Stimmung breitet sich aus, während Mike und ich den Pflanzen Wasser geben.

In der kleinen Holzhütte. Im Hauptraum eine lange Speisetafel. Rundum sitzen unsere lieben Gäste aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen. Wir haben anlässlich unserer heutigen Hochzeit zu einem Festmahl geladen. Eine wunderbare Stimmung. Die Verständigung untereinander fließt – warm, wohlig, manchmal andächtig. Keine Stimme erhebt sich über die andere – einfach nur total schön. Ein paar Frauen servieren die Speisen und Getränke, noch ehe wir darum bitten müssen – bescheiden und üppig zugleich. Dies geschieht auf eine wohlwollende und zurückhaltende Weise, die in ihrer Unauffälligkeit fast schon wieder auffallen könnte. Ein gutes Fest, eine gute Hochzeit.

Nun, zum Ende unseres Hochzeitsmahles, bekommen wir von unseren Gästen Geschenke überreicht. Die meisten bringen ein Schälchen mit selbst zubereiteter Speise mit, die typisch für ihr Herkunftsland ist. Es ist mehr als ein Hochzeitsgeschenk, sie möchten damit ihrer Wertschätzung Ausdruck verleihen. Sogar die Freunde unserer Gäste haben ein solches Geschenk mitgegeben, damit es uns überreicht werde. Bald ist abzusehen, dass wir das unmöglich alles essen können, so viel wird uns von allen Seiten gereicht. Nun gebietet es die Höflichkeit, dass wir diese Speisen annehmen… – was also tun? Ich möchte niemanden abweisen. Es ergibt sich, dass Mike und ich die Speisen an andere Gäste weiterreichen, bis sich alle Gaben neu verteilt haben. Lächelnd und zunickend, ermuntere ich meine Gäste, die Gelegenheit zu nutzen, mal etwas ganz anderes zu probieren. Niemand fühlt sich vor den Kopf gestoßen oder mit seiner Gabe abgewiesen. Es ist wunderbar. Zufriedenheit und Wohlbefinden, so als habe man in genau richtigem Maß gegessen – weder zu viel noch zu wenig.

Zur Mittezeit des Hochzeitsfests folge ich Mike hinüber in einen Nebenraum. Wir sind nun allein. Hier werden einige Flugkörper gezündet. Es sind unbeschreibliche Flieger von etwa vierzig Zentimeter Länge; mit Papierhaut überzogene, hauchfeine Draht- oder Holzstäbchenkonstrukte. Sie haben eine Öffnung zum Zünden oder Anfeuern. Mike – er sieht so gut in seinem Hochzeitsanzug aus – ist gerade im Begriff, einen der Flieger starten zu lassen. Er bläst wohl dosiert hinein. Ich bin sehr besorgt! Wie leicht könnte er sich den Mund verbrennen, wenn er die Wunderkerze anpustend entzündet! Oder, falls es sich um Gas handelt, wie schnell könnte er sich durch das Einatmen vergiften! Mike nimmt mich damit nicht ernst, hält mich für übertrieben ängstlich.

Später. Die Gäste sind gegangen. Amy fragt nach unseren Gemüsepflanzen. Ja, ich habe damit begonnen, sie nochmals zu gießen. Dann ein Anruf von Rick. Er bittet mich darum, ihm nochmals meine Liebe zu gestehen – nach diesen schönen Stunden, die wir so unerwartet hatten.
Hatten wir schöne Stunden?? Oh, das war nicht meine Absicht, ein solches Empfinden auszulösen! Ich weiß, mit einer nun abweisenden Reaktion verärgerte ich ihn, was sehr wahrscheinlich eine ziemlich unangenehme Reaktion zur Folge haben könnte. Das möchte ich vermeiden. So versuche ich, mit Engelszungen redend da wieder heraus zu kommen. Schließlich erinnere ich ihn daran, dass ich in einer glücklichen Beziehung und nicht willens bin, diese zu opfern. Das müsse er verstehen!

Dann bin ich im Glauben, Rick sei gegangen. So verschlägt es mir die Sprache, als ich entdecke, dass Rick und zwei Kumpel in einem kleinen Raum auf Saunabänken sitzen und abwarten… Nanu, die geben wohl gar nicht auf? Ich lasse mich davon aber nicht beirren. Ja, ein wenig Distanz habe ich nun zu meinen Ängsten gewonnen und somit weiß ich wieder klarer, dass ich mir nichts vorzuwerfen habe.

Ich trete aus der Holzhütte heraus. Einige Männer sind mit einem Aufbau beschäftigt. Promotion-Aktion einer Bierbrauerei. Sie wollen dem Publikum heute eine neue Biersorte vorstellen:
TRIEBER BIER
So steht es auf einer Buchstabenleiste, die vor einer gerade errichteten Wand aus Bierflaschen und -dosen errichtet wurde. Der Slogan wird Buchstabe für Buchstabe eingesetzt. Außerdem gibt es eine kurze Beschreibung. Aha, das Bier gibt es auch ‘light’ in Dosen.

Mit dem begeisterten Ausruf: „Trieber Bier, das kenne ich!“ ziehe ich sofort das Interesse des Trieber-Bier-Teams auf mich. Sie wirken überrascht, wohl weil es sich um eine neue Biersorte handelt. So erzähle ich begeistert von der Hochzeitsfeier mit dem Trieber Bier. „Der Service war soo toll! Sie müssen sich das mal vorstellen, wir mussten nie auf etwas warten. Es wurde gebracht, kaum dass man dran gedacht hatte.“ Da das Interesse der Biermänner mir nach wie vor uneingeschränkt gilt, fahre ich fort: „Ja, es gab auch nicht so ein langweiliges Standardessen – Hochzeitssuppe, Braten, Gemüse blablabla – sondern leckere bodenständige Kost; gesund, im eigenen Garten angebaut.“ Als die Männer dies nun hören, beginnen sie sofort damit, den Text vor der Bierwand zu verändern. Denn ich gab zu bedenken, dass der Text viel zu kompliziert gestaltet sei. Einfache Sätze, klare Aussagen, für jeden verständlich – darauf kommt es doch an.

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