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Grünäugiger Vagabund am Bahnsteig

Traum vom 1. September 2007

An einem Bahnsteig. An einem kleinen Mast ist ein Metallschälchen befestigt, in das ein jeder 1 Euro Münzen spenden kann. Es liegen auch andere wertlose Kleinteile aus Metall drin; alle gleicher Art, aber nicht näher definierbar. Dort steht ein Mann, ein Straßenkünstler, ein liebenswerter Vagabund, der, so vermute ich, die 1-Euro-Münzen am meisten schätzt. Ach jee, das Schälchen hängt so hoch! Das zeige ich ihm! Wie kann ich sehen, was ich hineinlege, wenn ich gar nicht hineinsehen kann? Ich stelle mich auf Zehenspitzen und kann so gerade einen Blick über die Kante erhaschen. „Hey, ich habe auch einen Euro hineingelegt!“, rufe ich ihm erfreut zu. Er beobachtete mich lächelnd, schaut in die Schale und dann über diese hinweg, mit immer noch anhaltendem Lächeln, mir in die Augen; es scheint ihm einerlei zu sein, was ich gab?! Ach, und seine herbstgrünen Augen… sie leuchten von innen her, so voller Lebensliebe.
Auf dem Boden, direkt unter dem Schälchen, sehe ich eine Bierflasche stehen. Ich nicke ihm zu, und dann zu der Flasche hin. Deute ein „Wenn Du magst, kannst Du es trinken“ an. Er lächelt und nickt zur Flasche hin. Da sehe ich, er hat den goldgelben Inhalt längst getrunken. Die Flasche ist leer.

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Eine Antwort zu Grünäugiger Vagabund am Bahnsteig

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