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Der singende Bäcker im Untergrund

Traum vom 18. Juli 2009

Die Älteren sind auf ein paar Stunden zu Besuch. Wir gehen ein bisschen umher, gelangen dabei zu dem unterirdisch arbeitenden Bäcker. Dort sind zwei lange Holztafeln an den einfachen Wänden befestigt, auf denen sich in mehreren Lagen das Backwerk türmt. Viele Brote und süßes Gebäck. Der Bäcker steht hinter der Auslage und preist singend sein Gebäck an. Mit ausholenden Gesten, singt er voller Inbrunst seine Werbelieder – wie dem Brot gewidmete Liebeslieder.

Ach, eine gute Idee. Wir können ja etwas Kuchen zum Nachmittagskaffee mitnehmen! Die Älteren wählen zwei Stücke Nussstrietzel. Der Bäcker singt unablässig einen Lieder. Doch als ich den Kuchen ordern will, bemerke ich, dass er inzwischen ein Telefongespräch entgegen genommen hat und der Gesang nun dem Menschen am anderen Ende der Leitung gilt. Fast wäre ich ihm dabei ins Wort gefallen. Das ist mir etwas peinlich, aber ich habe es ja noch rechtzeitig bemerkt. Inzwischen hat sich die Bäckersfrau an meine rechte Seite gestellt, mein Blick ist auf ein sehr lecker aussehendes, locker gebackenes, saftkornkräftiges Kastenbrot gefallen. Mmh, darauf hätte ich jetzt Appetit. Gut, zwei Stücke Nusskuchen und das Kastenbrot. Oje, damit entstehen nun Kosten, die gar nicht eingeplant waren. Ich habe nur noch Kleingeld im Portemonnaie. Davon wird nur wenig bleiben.

Im Nebenzimmer treffe ich völlig unerwartet auf Wilma und Alex. Die Beiden sitzen hinter einer langen Holztafel, die schwer mit Backwerk beladen ist. Toll, dass ich sie treffe! „Wollt ihr auch zum Kaffee kommen?!“ Begeistert nehmen sie die Einladung an. Wilma weist auf zwei Stücke Herrentorte: „Die möchten wir gerne essen.“
Ach du liebe Zeit… die kosten zwei Euro das Stück. Da bleibt mir nichts. Doch was soll der Geiz? Ich werde ein guter Gastgeber sein und den Kuchen kaufen. Ebenso das Stückchen Gebäck, das Wilma für ihre Tochter bestellt. Ich spüre die rote Geldbörse in meiner rechten Hand…. Auf der einen Seite eine ganz unregelmäßige, veränderliche Oberfläche von all dem Kleingeld im Fach. Auf der anderen Seite die durch die Scheck- und Wasweißichnoch-karten entstandene Starre und Unnachgiebigkeit. Ein tiefes Seufzen fährt durch meine Brust. Ich gebe mir einen Ruck… – und bin bereit für alles zu zahlen.

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