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Knoblauch und Honig

Traum vom 2. Dezember 2010

Die Älteren sind mit ihren Rädern auf dem Weg. Ich trabe nebenher. Vor uns ein altes kleines Mütterlein auf einem Alten-Dreirad. Sie trägt einen mittelblauen Rock mit passender Jacke. Ein Kopftuch, unterm Kinn geknotet. Ganz forsch tritt sie in die Pedale, kommt aber nur träge voran. Sie benötigt fast die ganze Spur. Der Ältere wird ungeduldig, weil es zum Überholen zu eng ist, solange das Mütterlein nicht Platz macht. Oje, und ich habe vergessen, mein Fahrrad zu nehmen. Selbst wenn ich schnell laufe, kann ich die Geschwindigkeit eines Fahrrads nicht erreichen. Wie konnte ich das nur vergessen? Ganz verzagt richte ich entschuldigende Worte an die Älteren. Der Ältere antwortet, und in seiner Stimme schwingt große Enttäuschung: „Es geht ja eh nicht…“ Ich beiße nebenher in ein Butterbrot. Es hat keine Rinde, ist hauchdünn mit Butter und Honig bestrichen. Es ist köstlich, wie es im Mund zu einer Masse verschmilzt.

Mit mir am Tisch sitzen zwei neue Kollegen. Voller Genuss beißen sie in ganze Knoblauchknollen und mampfen genüsslich. Kopfschüttelnd erinnere ich die beiden Männer daran, dass sie doch hinterher einen für andere umwerfenden Geruch mit sich herumtragen. Das sollte man sich besser verkneifen, wenn Kundenverkehr ansteht.

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