Home » Traumserie, Traumtagebuch » Warum träumen Sie nicht vom Friseur?

Warum träumen Sie nicht vom Friseur?

Traum vom 10. Februar 2003 – 6:05 Uhr

Traum Nr.1

Ein Weg im Dunkel. Pulverschnee. Links weite Landschaft, rechts kleine Blockhäuschen. Eines davon wirkt einladend. Warmes Licht im Fenster. Eine Familie beim Abendbrot. Die Tochter kommt heim, lässt die Türe offen, ruft den Eltern zu: „Seht mal! Man kann es auch von draußen sehen. Das ist schön, oder?“ Alle freuen sich und ich spüre ihr Lächeln.

Ich setze den Weg fort, in offenes Gebiet. Zwei Männer in meiner Nähe, die mich in der Dunkelheit nicht bemerken. Eine Weggabelung. Da liegt etwas… Ein Viereck aus Holzbrettern. In seiner Mitte ein Haufen Zweige oder Reisig. Mit Schnee bedeckt. Irgendwie befinde ich mich nun in diesem Gestrüpp. Die Männer sprechen verhalten miteinander. Aus dem Blockhäuschen drüben tritt der Vater, kommt näher. In seiner Begleitung ein Schäferhund. Dieser steckt seine Schnauze ins Gestrüpp, beschnüffelt mich schwanzwedelnd. Alle drei Männer unterhalten sich; dann geht der Vater mit dem Hund zurück ins Haus und die beiden Männer setzen ihren Weg nach rechts fort.

Mittagspause in einer unbekannten Stadt. Ein Brunnen oder eine Litfasssäule verwehrt mir einen großen Teil der Sicht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite einige Geschäftshäuser. Im linken befindet sich ein Friseur. Über den großen Fenstern eine Werbefläche:

Ihre Geschäftsbetriebe am In(n)” und
Warum träumen Sie nicht vom Friseur?
Weil hier Ihre Friseur-Ausbildungsstätte ist, wo Sie gut und günstig bedient werden!

In der Mitte ein Konditoreifachgeschäft mit der gleichen Frage:
Warum träumen Sie nicht vom Konditor?
Antwort nach dem gleichen Muster wie beim Friseur.

Im rechten Gebäude Gastronomie. Auch ein Ausbildungsbetrieb. Ein städtisches Serviceangebot, dass einerseits jungen Leuten den Arbeitsplatz sichern soll und gleichzeitig den Kunden die Möglichkeit bietet, erstklassigen Service zu einem günstigen Preis zu bekommen.

Ich bemerke einen alten, leicht gebeugten Kellner von schmaler Statur: Jack Daniels. Er blickt neugierig über eine hüfthohe weiße Mauer hinweg. Merkwürdig, was gibt es da Interessantes zu sehen? Liegt dort Altglas, Leergut oder Müll – was wäre sonst zu erwarten? Doch der Blick des Kellners wirkt, als sähe er dort Unerwartetes. Vielleicht etwas, das eigentlich niemand sehen sollte. Merkwürdig.

Dann im Betriebsgebäude. Eine Kellnerin kommt aus der Küche. Sie trägt einen hellen Kittel, hautfarbene Nylonstrumpfhosen, weiße Rippsocken und weiße Clogs. Im Gegen poliert sie Besteck, geht in die Spülküche und steckt es in die Spülmaschine. Nanu, warum steckt sie sauberes Besteck hinein? Ist die Maschine womöglich nicht in Betrieb? Wird hier, weil eh nur wenig los ist, von Hand abgewaschen? Merkwürdig, dass sie mich nicht bemerkt, obwohl ich direkt vor ihr stehe.

Szenenwechsel. Habe mir Klamotten gekauft. Vor mir steht eine Frau: das bin ich. Sie ist jung, hat schulterlanges, leicht gewelltes Haar. Sie trägt eine der neuen Blusen. Mein Ex steht neben mir und kritisiert, dass die Bluse viel zu viel Einblick gewährt und dass die Knöpfe sich viel zu leicht von allein öffnen. Ich sage zu ihm: “Schau doch mal richtig hin! Das stimmt nämlich gar nicht.” Ich trage ein Seidentuch, das den Ausschnitt bedeckt. Die Frau vor mir zeigt ihm, wie fest die Knöpfe sitzen. Murrend gibt der der Mann zu, dass sie wohl doch recht hat.

Szenenwechsel. Ich sitze auf einem Holztisch, Blick zur Wand. Ein Mann steht links von mir. Mit einem schwarzen Filzschreiber ziehe ich einige schwarze Linien auf der Tischplatte, die von mir zum Mann führen. Mit Hilfe eines Holzlineals versuche ich den exakten Mittelwert der Linien zu erfassen, um in dieser Länge eine durchgehende Linie zu ziehen. Immer wieder verrutscht das Lineal, aber dann gelingt es doch. Ausgangspunkt bei mir und Endpunkt beim Mann – eine durchgezogene Linie. Aber eventuell habe ich die Linie um drei oder vier Grad im Winkel verzogen? Der Mann sagt gereizt, dass ich genug Klamotten gekauft habe. Ja schon, für diesen Moment stimmt das. Vorsichtig, um ihn nicht zu verärgern, mache ich ihn darauf aufmerksam, dass ich mein eigenes Geld verdiene und kaufen kann, was ich will. Das will der Mann nur ungern wahrhaben.

3 Antworten zu Warum träumen Sie nicht vom Friseur?

  1. [...] – Warum träumen Sie nicht vom Friseur? 2 – Le Illuminate! 3 – Motorrad SN 4 – New Orleans – Mississippi 5 – [...]

  2. [...] und Inn bringen den Traum Warum träumen Sie nicht vom Friseur? in Erinnerung. Dieser Beitrag wurde unter Traumserie, Traumtagebuch abgelegt und mit New Orleans, [...]

  3. [...] dass nur ein Irrtum ist, wird stärker, je länger wir hier warten. … Friseurbetriebe am Inn … Ich kenne den Mann ja gar [...]