Home » Traumtagebuch » Bloggertreffen mit Anousch

Bloggertreffen mit Anousch

Traum vom 12. Juli 2009

Es kommt mir vor, als quäle ich mich die ganze Nacht mit den geernteten Kirschen herum. Ich möchte weitergehen, doch die Kirschen fordern Aufmerksamkeit bis zum Kopfzerbrechen. Selbst den alltäglichen Haushalt kann ich wegen dieser überreichen Ernte kaum mehr bewältigen. Nun steht auch noch Besuch ins Haus, da möchte ich es besonders ordentlich haben. Von dem erstrebten Zustand bin ich noch reichlich entfernt, als die ersten Gäste – eine Stunde früher als erwartet! – an der Türe klingeln. Ich öffne, aber da meine Hände und Unterarme rot vom vielen Kirschsaft sind, muss ich die Begrüßung verschieben. Bei einer Umarmung hinterließe ich sicher reichlich unerwünschte Spuren. Ich beuge mich, immer darauf achtend, niemanden mit meinen Kirschsafthänden zu berühren. Ein Freund von mir ist ebenfalls angereist. Auch diesen kann ich nicht in die Arme schließen. Immer wieder bitte ich um Geduld. Es ist mir unangenehm, es bleibt unangenehm und ich kann irgendwie nichts dagegen tun. Das, was mir zu tun möglich ist, erlebe ich als ziemlich unbefriedigend.

Als ich bald zurückkehre, sitzen die Geburtstagsgäste an einem langen Tisch im Zimmer meiner Kindheit. Ich setze mich dazu. Allerdings nicht, wie üblich, mit der Zimmertür mehr im Rücken, sondern auf den Platz mit Blick zu dieser – eigentlich Wilmas Platz. Von hier aus kann ich einen Teil anderer Gäste erkennen. Auf dem Fußboden – aus Mangel an Stühlen – nahe der Zimmertür, sitzen nämlich all die Blogger im Kreis, die meiner alljährlichen Einladung zum Bloggertreffen gefolgt sind.

Ich sitze nun also am Tisch, bei der Geburtstagsfeier. Seichtes Geplauder, langweilig. Etwas Unbestimmtes hält mich hier fest, denn viel lieber säße ich dort unten bei den Bloggern, die sich sichtlich angeregt unterhalten. Als ich nun aufstehe, um etwas aus der Küche zu holen, entdecke ich Anousch. Ich freue mich, dass sie auch dieses Jahr wieder gekommen ist. Als ich an ihr vorbei gehe, streiche ich ihr mit bewegtem Gefühl über die Haare und sage berührt: „Ich freue mich, dass Du wieder gekommen bist.“

Ohne ihre Reaktion oder Antwort abzuwarten, gehe ich weiter und überlege: Sicherlich ist es heute das dritte Mal, dass sie gekommen ist. Es ist doch wirklich merkwürdig, dass wir uns noch nie unterhalten haben. Dabei finde ich sie so nett, dass ich mich echt gerne mit ihr unterhalten würde. Das will ich dieses Mal unbedingt nachholen. Wenn da nur diese Scheu nicht wäre, die mich zum „unsichtbar sein“ zwingt.

Tags: