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Mississippi – New Orleans

Traum vom 12. Februar 2003 5:38 Uhr

Mit zwei oder drei Angehörigen zu Fuß unterwegs in einer unbekannten Landschaft. Hohe Bäume, sattes Grün. Am linken Wegrand ein breiter ruhiger Fluss – Idylle. Wir gehen bereits eine Weile. Inzwischen kam ein Anruf mit der Nachricht, dass der Mann noch nicht eingetroffen sei, der uns weiteren Weg zeigen wird.

Wir durchqueren einen zweiten Ort. Es könnte sein, dass der erwartete Mann hier anzutreffen ist. Oder im nächsten Ort. Ich habe keine Lust hier womöglich unnötig zu warten und mache den Vorschlag, wir könnten unseren Weg fortsetzen und uns im nächsten Ort umsehen. Wir könnten den Ort schnurgerade durchqueren, damit wir schnell zurückfänden, sollte der Mann doch im vorherigen Ort auf uns warten. Wie ist eigentlich der Name des Ortes, der vor uns liegt? Er ist noch nicht zu sehen, so viele Bäume… Ich blicke versonnen nach oben links zum Himmel, lasse den Blick unscharf werden, spüre mich zum Ort hin… Ah, es ist Garlstedt! Das ist mir ein Begriff. „Komm, lasst uns weitergehen!“

Noch immer der breite Fluss, und doch hat sich etwas verändert. Überraschend, und ohne Abschied zu nehmen, machten sich mein Ex und mein Sohn auf eine längere Reise. Das Schiff ist bereits mit ihnen an Bord abgefahren und mir bleibt nur, ihnen nachzuschauen. Bald verschwindet es hinter der nächsten Biegung des Flusses. Dass auch beide zur gleichen Zeit fortgehen… – Trauer und Schmerz. Mein Sohn tritt den Zivildienst an, mein Ex hat einen Auftrag erhalten. Das heißt, auch sie beide werden sich bald trennen. Noch einmal taucht das Schiff in der Ferne auf… Sieht ja wie ein Raddampfer aus?!

Immer weiter dem Fluss folgend. Dann nach links vom Weg ab, einen Abhang hinauf. Meine Füße finden kaum Halt auf dem sandigen Untergrund. Oben angekommen die Tische und Stühle eines Lokals. Aus Waschbeton gefertigt laden sie nicht zum Verweilen ein. Doch die Angehörigen möchten eine kurze Pause einlegen. Aber… da sitzt man ja direkt über dem Abhang?! Es sind nicht mehr viele Plätze frei. Meine Schwester sitzt im hinteren Bereich unter einer Markise. Ich müsste mich dazu setzen, aber es sitzt bereits eine unbekannte Frau auf „meinem“ Platz. Diese löffelt Pfefferminz-Eis aus einem Glaskelch. Auch meine Schwester isst ein Eis. Die Bedienung kommt, stellt eine Eisschokolade dazu – meine Schwester hat diese für mich bestellt. Die fremde Frau nimmt meine Eisschokolade. Nanu? Muss ich noch warten? Das zöge den Aufenthalt immer mehr in die Länge. Allein der Gedanke bereitet mir schlechte Laune. Besser, ich verschwinde mal auf die Toilette.

Durch den Hintereingang betrete ich das Lokal, gehe eine Treppe hinab… Das kenne ich doch? Langsam gewöhnen sich meine Augen an das gedämpfte Licht. Warmes Dunkelrot bedeckt den Boden und doch spüre ich, dass sich unter dem Belag einfache Metallstufen befinden. Auch der Fußboden… das ist Stahlblech unter dem Belag. Wie auf einem Dampfer. Jetzt fällt es mir ein: Holiday Inn! Dann ist ja auch klar, wo ich die Toiletten finde. Hier unten begegnet mir eine ernst blickende Kellnerin. Sie mustert mich und denkt: ‘Frauen wie dieser bindest du einfach ‘ne Schürze um; die finden sich überall zurecht.’ Das bereitet mir widersprüchliche Gefühle.

Kellnerin und Inn bringen den Traum Warum träumen Sie nicht vom Friseur? in Erinnerung.

Eine Antwort zu Mississippi – New Orleans

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