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Das Land der gebrechlichen Alten

Traum vom 11. Juli 2009

Mike und ich haben uns für einige Stunden einen Elektro-Scooter geliehen und fahren nun damit durch eine seltsame Gegend. Sehr abgelegen, faszinierend weltfern. Die Fahrspur besteht aus einem schmalen Streifen recht haltlosen Untergrunds, der aber immerhin zu beiden Seiten von Bordsteinkanten gehalten wird. Allerdings ist diese Schmalspur die einzige Fahrspur durch die Gegend und wird somit auch von den Einheimischen genutzt. Die Einheimischen: Alte, Gebrechliche. Die weniger Gebrechlichen stützen die sehr Gebrechlichen. Alle tragen die gleiche Dorftracht: Beige Strickstrumpfhosen, braune feste Schnürschuhe. Dazu waldgrüne Robin-Hood-Pants mit passendem Jäckchen und Hütchen. Die Leute sind alle ganz ausgemergelt. Die Knie wirken im Verhältnis zu den dürren Beinen ganz klobig. So wackeln und schleichen sie vor uns her. Mike macht immer wieder Ausweichmanöver, um an ihnen vorbei und schneller weiter zu kommen. Dadurch rutschen wir aber immer wieder in diesen weichen Untergrund und drohen zu versacken oder zu erliegen; zu Fall zu kommen – irgendwas, das unangenehme Folgen für uns hätte. Das ist total stressig und ich meckere herum. Doch dann dehnt sich meine Wahrnehmung wieder in das Gelände aus. Welch ein altes Land… – fast vergessen vom Rest der Welt. Hier leben die Alten; naturverbunden, friedlich und gelassen ihr Schicksal annehmend. Die Natur zeigt sich von ihrer wohlwollenden Seite. Sonnenschein und üppiges Gedeihen.

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