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Das war lalalaleise…

Traum vom 11. Juli 2009

In den Räumen einer unbestimmten Schule findet ein musikalischer Nachmittag für Vorschulkinder und deren Eltern statt. Ein Sänger mit Gitarre hat gerade seinen Auftritt. Ich hocke, ihm zugewandt, direkt an seiner rechten Seite. Er singt ein völlig unbekanntes Lied. Zu meinem Erstaunen höre ich mich laut und fehlerfrei mitsingen – ich kenne den Text?! Auch der Sänger bemerkt es, dreht und neigt den Gitarrenhals derart, dass der Gitarrenkopf fast mein rechtes Ohr berührt. Offenbar hat die Nähe des Gitarrenkopfes einen verstärkenden Effekt auf meine Stimme. Zumindest verstehe ich es so, dass er mich besser hören möchte und gleichzeitig dafür sorgen möchte, dass ich einen möglichst guten Draht zu ihm bekomme. Allerdings ist mir das sehr unangenehm, da ich den Text des Liedes ja gar nicht kenne – auch wenn ich ihn intuitiv gut erfasst habe. Überhaupt, wie soll ich dem Sänger bloß erklären, dass ich sein Lied singen kann? Vielleicht mit einer guten Intuition?? Das erscheint mir ziemlich abwegig.

Doch nun werden Stimmen der Eltern laut, er singe viel zu leise! Man könne ihn ja gar nicht verstehen! Tatsächlich ist seine Stimme, sein Gesang kaum zwischen all dem Kinderlärm herauszuhören. Mit seiner leisen Stimme ruft er den Eltern zu: „Aber die Kinder sind doch schon so laut. Dazu muss ich doch nicht auch noch beitragen!“
Doch einmal in Rage gebracht, sind die Eltern nicht mehr zu beruhigen. Sie wollen den Sänger wegen seines allzu zarten Stimmchens rausmobben.

Ich verlasse das Gebäude zu diesem Zeitpunkt. In meinen Händen halte ich einen Pappstreifen, der auf einer Seite mit einer Klebefalle präpariert ist. Dies führe ich mir ganz nah vor Augen, um dies zu untersuchen. Dazu summe ich leise und heiter: „Das war leise… das war leise… das war lalalaleise!“ In mir ein ganz leises Kichern darüber – über die ganze unnötige Aufregung. Der Zwilling kommt daher und fragt: „Was treibst Du hier?“ Grinsend antworte ich: „Das war leise. Ich will es überprüfen.“

Im nächsten Augenblick stehen wir im Vorraum eines Gemeinschaftswaschraumes; nahe den Waschbecken. Ich trete vor einen Spiegel, halte den Pappstreifen dicht vor die Augen, da die Annäherung an den Spiegel einen Lupeneffekt bewirkt. Es ist sehr nahe und ich erkenne noch nichts. Allerdings packt mich der Zwilling an meinen Haaren am Hinterkopf und zieht ruckartig daran. Womöglich kriege ich gleich noch einen Tritt in den Arsch, der mich hinaus befördern soll. So ein Quatsch!

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