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Brustprothese

Traum vom 7. Dezember 2010

Keine Ahnung, warum ich in diesem dunkelblauen Badeanzug herumlaufe. Ich bemerke es ja kaum. Auch die kühle Witterung; die Haut ist längst klamm. Mit einer Badekappe (vielleicht) laufe ich planlos – von unzähligen Gedanken innerlich umher getrieben – am Rande einer alten Baumgruppe entlang. Zwar habe ich die beiden Männer längst bemerkt, aber mich nicht für sie interessiert. Einer der beiden folgt mir mit den Blicken – langsam drängt diese Tatsache in meine Bewusstsein. Vielleicht werfe ich deswegen – und weil ich es unbewusst längst wahrgenommen hatte – in den Ausschnitt des Badeanzugs. Die linke Brustwarze schaut fast gänzlich hervor. Das ist nicht gerade eben geschehen. Deshalb hatte der Mann auch die ganze Zeit dahin gestarrt. Ich wende mich von ihm ab. Mir ist es peinlich. Ich schiebe meine Hand über die Brust, um sie unter den Stoff zu drücken. Dabei fällt die Brustprothese ab, die das obere Drittel der Brust nachbildet. Unansehnlich der nachgedunkelte, an sich hautfarbene Kunststoff, der auch, wie aus einem Guss, die Brustwarze formt. Ach… ich lege die Prothese einfach um zwanzig oder dreißig Grad verdreht wieder auf. So verschwindet gleichzeitig die Brustwarze unter der Badeanzughaut. So geschickt und selbstverständlich ich das auch handhabe… ganz von fern spüre ich Trauer und Schmerz…

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