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Meine kleine Welt

Traum vom 10. Juli 2009

Ich trete hinaus in den Innenhof. An den Gartentischen sitzen zahlreich die Gäste und warten auf die Bedienung. Na, da will ich mal… Am Tisch zwei Frauen und ein kleines Kind.

Frau 1: „I nehm an G’spritztn.“
Ich: „Eine Schorle?“
Frau 1: „Ja, an G’spritztn.“
Frau 2: „I nehm an G’spritztn.“
Ich: „Das ist eine Schorle, ja?“ Sicher bin ich da noch nicht.
Frau 2: „Ah jo, i nehm an G’spritztn.“
Ich unsicher: „Also eine Schorle.“
Ob wir wirklich das Gleiche meinen? Vielleicht ist eine Weißweinschorle doch kein Gespritzter? Doch ich möchte nicht noch einmal nachfragen, das wirkte wohl etwas blöde. Außerdem bestellen die Frauen nun das Essen. Besser vielleicht, ich hole mir einen Notizblock. Mein Gedächtnis lässt inzwischen ja doch zu wünschen übrig und ich fürchte, es mir nicht richtig merken zu können. Doch es ist auch zeitaufwändig den Block zu holen und ich möchte die Gäste nicht noch länger warten lassen. Nutze ich doch gleich mal die Gelegenheit, mein Gedächtnis zu trainieren. Frohen Mutes fordere ich die Frauen auf: „Was darf ich Ihnen sonst noch bringen?“ Die Bestellung ist rasch aufgenommen und ich lege den Weg durch das Gebäude zurück, bis ich endlich im Kassenbereich ankomme.

So, nun schnell alles eingeben. Es ist eine antike Registrierkasse. Ich versuche mich zu orientieren, was die Warengruppen anbelangt. Doch es ist nicht ersichtlich, worunter ich die Schorle buchen muss. Ein Stent ragt zwischen den Tasten empor. Er strahlt spürbar phallische Energie aus, ist von zahlreichen Zahlenringen umgeben, wovon etwa vier zu einer Getränkekategorie gehören, die durch einen schwarzen erhabenen Ring markiert wird. Tatsächlich entdecke ich auch die Schorle an diesem Element und bestätige sogleich durch einen kurzen Dreh am entsprechenden Zahlenring. Na, das ist ja sehr übersichtlich. Während ich noch überlege, was die Damen noch bestellt haben, werfe ich einen beiläufigen Blick auf den zwischenzeitlich ausgworfenen Bon. Na so etwas!! Nach Eingabe des ersten Getränkes wurden die restlichen Bestandteile der Bestellung automatisch ausgeführt und auf den Bon gedruckt. Wow, das ist ja praktisch. Äußerlich so eine alte Kasse, aber mit einem solchen fortschrittlichen Innenleben. Es verwirrt mich, diesen Arbeitsschritt so schnell ausgeführt zu haben.

Zum Innenhof gelange ich, indem ich den großen Festsaal streife. Dieser liegt im Halbdunkel. Vielleicht rührt die Dunkelheit von all den Kommunikationstrainern, die – etwa fünfzig an der Zahl – hier zusammengekommen sind; alle tragen nämlich typische Business-Kleidung in dunklen Farben. Das Meeting neigt sich dem Ende zu – Aufbruchstimmung. Einer der Herren kommt direkt auf mich zu und legt mir, als Dank für den netten Service, mit einem Lächeln einen kleinen Gegenstand in meine Hand. Staunend nehme ich es an, öffne die Hand und… Oh, es ist eine ganz hübsche kleine Qigong-Kugel – nachtblau, mit grünen verlaufenen Linien überzogen. Oh, jetzt erkenne ich: es ist eine kleine stilisierte Weltkugel. Wenn ich sie ein wenig hin und her rollen lasse, also in Schwingung versetze, dann klingt es darin ganz hell und klar. Ich spüre nach… es liegt wie etwas sehr Zerbrechliches in meiner Hand. Die äußere Hülle scheint sehr dünn zu sein – daher wohl auch der glockenklare Klang. Ich freue mich so sehr.

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