Home » Traumtagebuch » Schnitt!

Schnitt!

Traum vom 9. Juli 2009

Zum wiederholten Male an der Kasse. Die Kassiererin möchte meine Kreditkarte sehen, um vorab die Unterschrift zu überprüfen. Erst dann wird der Zahlvorgang eingeleitet.
„Aber ja, genau – die Karte!“ Ich erinnere mich selbstverständlich daran, dass es hier so üblich ist und möchte mich kooperationsfreudig zeigen. Sie hält mir daraufhin ein schwarzes Stoffbeutelchen hin; das Reißverschlußtäschchen ist geöffnet, damit ich die Karte hineinschieben kann. Sehr aufmerksam von ihr, dass sie darauf achtet, meine Karte nicht mit den Fingern zu berühren. Allerdings bin ich etwas in Sorge, dass der Chip am Reißverschluß Schaden nehmen könnte.

„Was wollen Sie denn bezahlen?“ fragt sie lächelnd, da ich keine Ware auf den Tresen lege. Bezahlen… öhm…
„Äh… ja…. ich habe ja noch gar nichts ausgesucht!“
Meine Güte, langsam werde ich tüdelig. Da bin ich so im Tran an die Kasse gegangen und habe nicht gemerkt, dass da gar nichts ist, das ich bezahlen könnte. Peinlich und komisch zugleich. Mit den Worten „Na, dann gehe ich mal was aussuchen“ gehe ich in den Verkaufsraum zurück. Das ist blöd, nun spüre ich Druck, bald zurückkehren zu müssen. Klar, diesen Druck mache ich mir ganz allein. Ach, ist das blöd.

Im Friseursalon vor einem Spiegel: Meine Haare haben unter der Läusetherapie erheblich gelitten. Sie sind deutlich kürzer, ausgedünnt, total zerfranst. Ein Schnitt ist dringend nötig, aber ich bin noch etwas ratlos… Die Friseurin kommt. Allerdings nicht, um mir die Haare zu schneiden, sondern mit einem Problem: Sie möchte hier ihre neue Stelle antreten, ist sich aber noch nicht im Klaren darüber, inwieweit sie auf die Forderungen ihrer Chefin eingehen möchte. Ziemlich verstört und verunsichert erklärt sie: „Vielleicht muss ich Überstunden machen, zu anderen Zeiten als geplant arbeiten.“

Ganz vorsichtig versuche ich ihr zu erklären, dass sie als zweite Hand der Chefin eingesetzt wird und dass es da üblich sei, Aufgaben zu übernehmen, auch zu unüblichen Zeiten, um einen reibungslosen Ablauf sicher zu stellen und so und sowieso. Also, wenn ich sie wäre, dann würde ich mir jetzt den Schnitt machen und den Job annehmen. So ist es dann, sie beginnt zu schneiden, während uns die Chefin gegenüber sitzt. Neben ihr steht eine Assistentin. Erste Fragen werden mir gestellt. Offenbar soll ein astrologisches Gutachten erstellt werden. Schnippschnapp schnipp schnapp…. „Wie alt ist Ihr Kind?“ „25 Jahre alt“ antworte ich. Das macht mir Spaß, denn sicherlich wird es – so wie es immer ist – überraschte Reaktionen geben. Einmal, weil man mir einen erwachsenen Sohn nicht zugedacht hätte und zum anderen, weil ich sein Alter ohne langes Nachdenken nennen kann.

Tags: