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Himmelslichter am Horizont

Traum vom 9. Juli 2009

Am Abhang. Eine schlammige Wegspur, unbefestigt zu den Seiten. Links erstaunlich tief greifende Bauarbeiten, rechts finden ebenfalls Veränderungen statt. Es ist also klar, dass dieser Zustand noch ein Weilchen anhalten wird. Wie sind wir nur auf die Idee gekommen, hier mit dem Auto entlang zu fahren? Wir müssten doch schon an einem früheren Punkt bemerkt haben, dass man hier nicht weit kommt? Mike, neben mir auf dem Beifahrersitz, zeigt sich gelassen. Er hat keine Bedenken. Einfach weiterfahren, ganz ruhig und mit Bedacht. Es wird immer rutschiger. Ich halte das Lenkrad fest in den Händen, so als könne ich damit die Lage stabilisieren. Wenn es schlecht läuft, versacken wir hier gleich.

Also stelle ich das Auto ab, gehe zu Fuß weiter und bleibe bald stehen, denn über die weit reichende Baustelle hinweg bietet sich ein berührendes Himmelschauspiel… Die Sonne ist fast untergegangen. Am Abendhimmel leuchtet eine Wolke, wie Licht. Ein orientalischer Sichelmond öffnet sich zu diesem Wolkenlicht. Im Hintergrund das silberne Blinken eines Sternenhaufens. Es ist von einer solchen Schönheit, dass es mir die Sprache verschlägt. Ich telefoniere mit einem Bekannten, kann aber nicht in Worte fassen, was ich sehe… Eigentlich sollte ich einen Fotoapparat holen, um ein paar Aufnahmen von diesem märchenhaft anmutenden Himmel zu machen. Aber das kostete nur Zeit, während der ich mich vom Erleben abwenden müsste. Allein dieser Gedankengang, der mich kurz ablenkte, zog eine Innensicht mit sich und als ich nun wieder zum Himmel blicke, sind Mond, Sterne und Lichtwolke deutlich weiter nach links gezogen. Viel weiter, als ich dachte, denn ich muss mit den Augen suchen. So wundersam… atemberaubend. Dieses Erlebnis kommt so total überraschend. Es ist von einer solchen Schönheit, es rührt zu Tränen, bricht das Herz.

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