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Qualvolles Sterben

Traum vom 19. März 1999

Ich befinde mich in einem Raum; vermutlich im Naturkostladen. Claus stirbt gerade. Deshalb steckt er in einem blauen Müllsack. Das ist nicht mehr so schlimm für ihn, denn er hat die Augen schon geschlossen. Ich schaue in den Sack, aber Claus ist immer noch nicht tot. So geht es dann nicht. Er muss raus aus dem Sack, wenn er nicht sofort stirbt; und danach sieht es nicht aus. Also holen wir ihn raus. Er sitzt mit geschlossenen Augen und zusammengesunken auf dem Fußboden. Er stirbt und stirbt nicht. Was ist das für eine Quälerei, nicht sterben zu können. Plötzlich sagt er: „So geht das nicht. Bringt mich schnell zur Herzklinik!“ Er sieht schlecht aus, hat nun aber die Augen geöffnet.

Ich hole ihn aus der Klinik. Er hat sich dort mit einem Mädchen vergnügt und ist daran gestorben. Das war zuviel für das Herz. Trotzdem war das gut für seine Prostata. Das mit dem Mädchen ist zwar Scheiße für Chrissie, aber in diesem Fall, zugunsten seiner Gesundheit, hat sie sicher Verständnis dafür.

Nun sitze ich in irgendeinem Lokal mit Claus und Chrissie. Er muss bald sterben. Ich fühle mich ihm sehr verbunden. Bedrückende Situation.

Nun bin ich auf dem Bahnhofsparkplatz in Worpswede, um mein Auto zu holen. Es ist früh am Morgen. Aber, oh nein! Mein Auto ist nicht hier, sondern in Grasberg. Das hatte ich vergessen. Nun muss ich zu Fuß hin, um mein Auto zu holen. Das wird lange dauern. Mich verlässt der Mut. Claus ist nun auf dem Parkplatz und sagt, wir könnten seinen Skoda nehmen. Er zeigt den Skoda und kippt ihn dabei um. Ich sehe, dass das Fahrzeug aus grauem Kunststoff ist.

Nun fahre ich mit Chrissie und Claus in meinem Fiat. Wir drei vorne, Chrissie zwischen Claus und mir. Dem Fiat macht die schwere Beladung zu schaffen. Ich überlege, ob ich nicht all die Bücher, die auch vorne im Fiat liegen, nach hinten legen sollte. So ist der Fiat vorderlastig, also kopflastig, denn vorderlastig ist gleich kopflastig. Aber Chrissie und Claus nehmen meine Befürchtung nicht ernst. Chrissie meint, ich solle die Bücher doch einfach liegen lassen.

In einem Gemeinschaftsschlafraum: Ganz viel Sesamsamen liegen auf meinem Kopfkissen. Ich fege sie mit den Händen raus.

Frau Keil, die auf einem Hochbett liegt, meckert, ich habe doch überall Krümelhaufen auf dem Fußboden liegen. Ich ärgere mich über ihre Kritik und betitele sie als Pissnelke, und sage ihr, dass sie auch nicht besser sei. Chrissie und Claus wundern sich, dass ich so mit ihr umgehe. Das hätten sie nicht von mir gedacht.

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