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Stummer Schrei der Bedrückung

Traum vom 14. April 1999

Q. und seine Frau stehen in liebevoller Eintracht zusammen. Ich stehe da und sehe das und möchte weinen vor Schmerz. Aber ich kann nicht. Ich möchte den Schmerz weinend herausquetschen, aber es geht nicht, es ist eher wie ein Schrei, der mir im Halse stecken bleibt.
Dann stehe ich hinter ihm mit einem Geduldspiel in den Händen. So eines, bei dem man Kügelchen in die Mulden bringen soll. Ich schüttele es, das macht etwas Lärm.

Ein Kind spielt draußen. Plötzlich hebt sich eine große schwarze Sandkiste ohne Sand und fällt auf das ahnungslose Kind. Meine Mutter schreit und läuft hin. Ich reagiere nicht, weil ich meine, dass das Kind nicht in Gefahr ist, weil der Sandkasten gewölbt ist, so dass das Kind nicht verletzt werden kann. Meine Mutter nimmt das Kind, um es zu trösten. Es hat den Mund zu einem stummen Schrei geöffnet. Noch jemand kommt hinzu. Ich erkläre, dass die Sandkiste über das Kind gestürzt, aber nichts passiert sei, außer dass das Kind einen Schreck bekommen habe. Dennoch habe ich Schuldgefühle, weil ich denke, trotzdem hätte reagieren zu müssen.

In einem Behindertenheim. Es sind viele geistig Behinderte da. Ich sitze dazwischen. Ich will dann gehen, aber einer der Helfer sitzt auf meinen Sachen vor mir auf dem Tisch. Er hebt jeweils die Oberschenkel, damit ich alles nehmen kann. Dann räume ich einen Tisch ab. Ich raffe die Servietten zusammen. Da hat einer der Männer um die Manschette eines Hemdes ganz viele Büroklammern gesteckt. Das zeige ich einem jungen Zivi, der dann wie ich darüber den Kopf schüttelt. Ich ziehe die Büroklammern alle herunter. Plötzlich ist der Kopf des Zivis, ein Zopfträger übrigens, ganz nah neben meinem, was mich überrascht. Wir lächeln uns gleichzeitig an und dann küssen wir uns freundschaftlich auf den Mund. Ich gucke ihn freundlich und überrascht an. Da schiebt er mich leicht von sich weg, eher symbolisch, damit ich nicht mehr erwarte. Er lächelt dabei. Ich bin nicht enttäuscht, aber irritiert.

Irgendwo ist ein Volkstumult; eine große Unruhe an der Haustür. Ich telefoniere, und melde mich mit meinem Mädchennamen, irgendwo in der Stadt in einem (Verkaufsraum) mit einem Handy. Ich werde gebeten eine Sequenz bei einem Film mitzuspielen. Der Mann, mit dem ich spreche, ist schlecht zu verstehen. Ich soll irgendwas mit Pfefferminz singen oder sagen. Ich fange kurz an zu singen und möchte mir dann noch etwas dazu erklären lassen. Währenddessen halte ich ein Bierglas in der Hand, das überall eingerissen ist. Ich breche oben am Glasrand Stücke ab und dann am Glasfuß, so nach und nach. Es ist nicht richtig, dass ich das mache. Währenddessen ist eine große Unruhe um mich herum. In mir ist ein Gefühl von Unruhe und Zerstörung.