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Der Quincunx

Traum vom 24. August 1999

In einem Kaufhaus nehme ich einen Schlüssel, von einer Kleiderstange; er ist hinter den vielen Kleidungsstücken verborgen: beim Übergang zwischen Größe 36 und 38. Mit dem Schlüssel in der Hand gehe ich um die Ecke zu den Umkleidekabinen und sehe eine Frau vor einem Spiegel stehen, die gerade Make up aufträgt. Ich mache sie darauf aufmerksam, dass ich ihr sagen kann, wo sich die Toilette befindet, und dass ich den Schlüssel dafür habe. Sie kommt mit mir. Wir sitzen dann auf einer Bank in einem Gemeinschaftsumkleideraum und unterhalten uns über den Quincunx. Ich bin gerade dabei, ihr diesen Aspekt anhand meines Horoskops deutlich zu machen. Sie hört mir gar nicht richtig zu; es interessiert sie nicht. Ich dränge mich ihr auf, will mein Wissen teilen. Da kommt eine Gruppe junger Motorradfahrer herein. Nun hört die Frau mir gar nicht mehr zu, sondern steigt in eine Motorradkluft. Ich will sie noch fragen, ob wir unsere Telefonnummern austauschen wollen, aber da ist sie schon so abwesend, daß ich sie nicht mehr frage.

Wir alle befinden uns nun draußen irgendwo am Rande der Stadt. In der Ferne ist in der Dunkelheit ein Gewitter zu sehen. Ich sehe zwischen den Häusern einen grellen Blitz und höre es donnern. „Ich habe Angst bei Gewitter!“, rufe ich übertrieben ängstlich aus, wie in einem schlechten Theaterstück. So als wolle ich mich in Szene setzen. Die anderen reagieren gar nicht darauf, denn sie wollen los. Ich renne dann die Treppe einer Unterführung hinunter. Vor mir geht ein junger Motorradfahrer und ich schmeiße mich flapsig gegen ihn und reiße ihn fast um. Ich sehe in seine jungen braunen Augen und denke: Er wird sehen, daß ich eine alte Frau bin. Ja, ich bemerke, daß er es sieht. Aber er lacht trotzdem mit mir und ist nicht böse, daß ich mich so verrückt verhalte.

Ich befinde mich in irgendeinem Laden. Ich sehe „Q“ kommen und ich verstecke mich um die Ecke in einem Raum. „Q“ soll mich nicht sehen, damit er mich vermisst. In diesem Raum ist auch noch eine unbekannte Frau und Herr Witte. Sie schauen mich etwas überrascht an, weil ich mich so auffällig und vielleicht auch kindisch verhalte Ich erkläre ihnen, daß ich mir einen Spaß machen wolle. Sie gucken aber trotzdem weiterhin verständnislos und können sich solch ein Verhalten wohl nicht erklären. Dann kommt „Q“ um die Ecke, aber daß ich hier bin, das interessiert ihn gar nicht. Er begrüßt mich noch nicht einmal! Ich schaue ihn voller Enttäuschung mit großen Augen an, aber er bemerkt mich nicht. Was wohl die anderen denken, daß ich solch einen Zirkus veranstalte, wo er sich doch offensichtlich nicht für mich interessiert.